Bisher in diesem Jahr 38 Zwillingsbabys in Gelnhausen geboren

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Eine Geburt ist immer ein besonderes Ereignis – wenn sich dann sogar Zwillinge ankündigen, bedeutet das doppeltes Glück. Gleichzeitig stellen sich den werdenden Eltern viele Fragen rund um die Schwangerschaft und sichere Geburt. „Zwillingsschwangerschaften betreuen wir gerne und mit Leidenschaft“, so Dr. Elke Schulmeyer, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen: „Wir sind vor, während und nach der Geburt mit all unserer Professionalität und Erfahrung für die Familien da.“

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Bisher wurden in diesem Jahr 38 Zwillingsbabys in Gelnhausen geboren. Zwei von ihnen sind Kristina und Nada, die mit je 49 Zentimetern und 2420 bzw. 2130 Gramm das Licht der Welt erblickten. Ihnen und ihrer stolzen Mutter, Monika Todorovic aus Bad Orb, geht es gut. Die 31-Jährige erzählt: „Alles hat prima geklappt. Das Krankenhaus ist ja in unserer Nähe und schon meine Schwester hat hier ihre Kinder bekommen. Daher hatte ich viel Gutes gehört.“ Vor dem Geburtstermin verbrachte sie zur Sicherheit etwa zwei Wochen auf der Station. Hier wurden die Vitalzeichen der Zwillinge regelmäßig überprüft. „Ich hätte gern vaginal entbunden“, so die junge Mutter, jedoch habe es medizinische Gründe gegeben, die für einen Kaiserschnitt sprachen. Oberärztin Orzala Gebhardt erläutert: „In unserer geburtshilflichen Sprechstunde besprechen wir mit den Müttern, welche Vor- und Nachteile jeweils bestehen. Außerdem beraten wir im Verlauf der Schwangerschaft darüber, welche Form der Entbindung in Frage kommt.“ Im Allgemeinen werde bei Patientinnen mit niedrigem Risikoprofil, Erfüllung verschiedener Kriterien und unauffälligem Schwangerschaftsverlauf zwischen der 37. und 38. Schwangerschaftswoche eine spontane Geburt angestrebt. „Unser Anspruch ist es, gemeinsam einen Weg zu finden, mit dem sich die Mütter wohl und sicher fühlen“, so Gebhardt.

Die Art der Entbindung ist für viele Zwillingseltern eine der vordergründigsten Fragen, aber bei weitem nicht die einzige. Daher stellen die meisten Frauenärzte die Patientinnen bereits während der Schwangerschaft in der Geburtsklinik vor, sodass eine abgestimmte pränatale Diagnostik, Betreuung und Begleitung durch die Sprechstunden erfolgen kann. Hierbei geht es beispielsweise um die Begutachtung einer zeitgerechten Entwicklung der Babys, des Zustandes des Gebärmutterhalses sowie die Verhinderung einer möglichen Frühgeburt. Die Chefärztin Dr. Elke Schulmeyer kann die weiterführende Ultraschalldiagnostik gemäß der DEGUM Stufe II (sogenannte Feindiagnostik) durchführen. „Ein Kind auf die Welt zu bringen, ist eine körperliche und emotionale Herausforderung – dies gilt erst recht für werdende Zwillingsmütter“, verdeutlicht Gebhardt: „Umso wichtiger ist es uns als Team, den Eltern kompetente und vertrauensvolle Begleiter zu sein und so viel Geborgenheit und Sicherheit wie möglich zu geben.“

In Gelnhausen liegen der Kreißsaal und die Neugeborenen-Intensivstation direkt nebeneinander. Gemeinsam bilden sie das Perinatalzentrum Level 2, in dem auch Zwillings- und Risikogeburten ab der 29. vollendeten Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können. „Diese Tür-an-Tür-Regelung gewährleistet einen regen Austausch an Fachwissen und vor allem kurze Wege, wenn es einmal schnell gehen muss“, so Gebhardt: „Dass ein Kinderarzt auf Abruf unmittelbar präsent ist, gibt vielen Eltern ein gutes Gefühl.“ Ebenso interessant zu wissen: Bei Zwillingsgeburten wird der Kreißsaal doppelt besetzt. So sind zwei Hebammen im Einsatz, ergänzt durch die Expertise eines Fach- bzw. Oberarztes für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Sobald die Zwillinge das Licht der Welt erblicken, hilft das Klinikteam auch weiterhin beim ersten Kennenlernen, Stillen und Füttern. „Die Krankenschwestern und Ärzte sind sehr nett und für mich da“, erzählt die junge Mutter Monika Todorovic. „Nach der Geburt sind Unterstützung und Förderung im Umgang mit den eigenen Kindern wichtige Komponenten unserer Arbeit auf der Wochenstation“, sagt Gebhardt. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass Mutter und Kinder zusammenbleiben, ebenso werden auch die Kinder nicht voneinander getrennt: „Wir haben spezielle Zwillingsbettchen, damit sie wie im Mutterleib die Nähe des anderen spüren können.“ Dies scheint auch der kleinen Kristina und ihrer Schwester Nada gut zu tun: „Sie sind sehr ruhig, Stress habe ich keinen“, freut sich Monika Todorovic: „Wenn eine wach ist, schläft die andere, sodass ich für beide Zeit habe.“ Die nächsten Tage werden die Zwillinge noch in ihrem Wärmebettchen verbringen, ihre Temperatur permanent beobachtet. Dann ziehen sie in ein normales Bettchen um, bevor die Familie nach Hause entlassen wird. Die junge Mutter sagt: „Auf der Station kann ich viel schlafen und habe Zeit für mich“, und ergänzt schmunzelnd: „Mal sehen, wie lange das noch so bleibt.“

Foto: Bei der Betreuung von Zwillingsgeburten arbeiten alle Berufsgruppen Hand in Hand (von links): Orzala Gebhardt, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe; Monika Todorovic; Hebamme Josephine Bode; Anna Büchel, Oberärztin der Neonoatologie



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