Wie Unternehmen von der Digitalisierung profitieren (können)

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Die Digitalisierung dringt in alle Unternehmensbereiche vor. Bund und Länder haben Kampagnen gestartet, die es Firmen erleichtern soll, ihre Prozesse und Produkte mittels Digitalisierung effektiver zu gestalten.

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Unterstützung kommt auch vom DIHK. Digitalisierung soll für jeden bezahlbar sein und vor allem nicht zu viele Arbeitsplätze kosten. Daher fördern Bund und Länder die Digitalisierung auf verschiedenen Ebenen.

Digitalisierung geht nicht ohne Weiterbildung

Die modernsten Geräte und Verfahren nutzen nichts, wenn Anwender diese nicht bedienen können. Entsprechend entsteht bereits vor der Digitalisierung innerhalb eines Unternehmens, ein erhöhter Weiterbildungsbedarf bei den Beschäftigten. Hierfür gibt es Fördergelder, die Unternehmen und sogar Arbeitnehmer selbst, beantragen können. Voraussetzungen und Arten der Förderung sind im Qualifizierungschancengesetz definiert. Nutzen Unternehmen die Fördermittel, müssen Arbeitnehmer in der Regel nichts unternehmen. Wollen sich Arbeitnehmer jedoch selbst weiterbilden lassen, so müssen sie zuerst glaubhaft machen, dass ihr Arbeitsplatz in Gefahr ist. Bildungsgutscheine gibt es nämlich nicht nur für Arbeitsuchende, sondern auch für von Arbeitslosigkeit bedrohte Antragsteller.

Idealerweise sollten Unternehmen ohnehin in ihre Personalentwicklung investieren, um den Fachkräftebedarf unter Kontrolle zu haben und eigene Fachkräfte auszubilden. Mitarbeiter die gefördert werden und Perspektiven im Unternehmen haben, sehen keine Notwendigkeit, sich nach anderen Arbeitgebern umzusehen. Wer dies nicht mit einer eigenen Personalabteilung stemmen kann, ist mit einer ebenfalls förderbaren Unternehmensberatung bestens beraten.

Digitalisierung in der Verwaltung

Die Verwaltung ist ein Bereich, in dem die Digitalisierung bereits seit langem Einzug gehalten hat. Es gibt wohl kein Unternehmen in Deutschland mehr, das noch ein reines Büro auf Papierbasis hat. Mitarbeitende in der Verwaltung bringen meist gute Anwenderkenntnisse in den gängigen Softwares mit. Trotzdem besteht hier ggf. auch Weiterbildungsbedarf, wenn es branchenspezifische Programme gibt, auf cloudbasiertes Arbeiten umgestellt wird und vor allem, wenn es um den Datenschutz geht.

Unternehmen ab einer bestimmten Größe müssen einen Datenschutzbeauftragten ausbilden lassen, können sich diese Ausbildung aber fördern lassen.

Digitalisierung von Technik und Prozessen

Berufsbilder haben sich komplett verändert. Aus dem Heizungsinstallateur ist der Klima- und Kältebauer geworden. Nutzung von Geräten, Ablesen von Verbrauchsdaten, Meldesysteme, die Fehlercodes ausgeben oder informieren, wenn Heizöl bestellt werden sollte, all das sind Schritte in der Digitalisierung, die wir in den letzten Jahrzehnten gegangen sind.

Einige Branchen haben komplett neue Berufsbilder entwickelt, weil die Digitalisierung besondere Anforderungen an Mitarbeitende stellt.

Prozesse sind dank der Digitalisierung jederzeit kontrollier- und lenkbar geworden. Selbst im privaten Bereich wird von der Digitalisierung in der Logistik profitiert. Via Mail die Information zu haben, in welchem Zeitfenster ein Paket geliefert wird, ist schon sehr komfortabel und kann Wege ersparen. Festlegen anderer Lieferadressen oder Ablageorte sind ebenso möglich, wie die Verlegung von Terminen.

Gerade die Logistik profitiert sehr von der Digitalisierung. Fahrerkarten, GPS-Verfolgung von LKW oder Waren und nicht zuletzt Codes auf den Sendungen und Warenbegleitpapieren, die nur gescannt werden müssen, um den Status abfragen zu können. Moderne Lager sind so strukturiert, dass sie dank digitaler Prozesse und moderner Roboter nur noch eine Aufsicht, aber keine Lagermitarbeiter mehr brauchen.

Neue Arbeitsmöglichkeiten dank der Digitalisierung

Das Homeoffice hat pandemiebedingt einen starken Zulauf bekommen. Doch die Arbeitsmöglichkeiten, die sich dank der Digitalisierung ergeben, reichen noch viel weiter. Führungskräfte auf Dienstreise können Zugfahrten zum Arbeiten nutzen und je nach Art des Jobs erlauben Remotejobs sogar den Aufenthalt im Ausland bei gleichzeitigem Zugriff auf wichtige Daten.

Im Tourismus können Anbieter von Ferienwohnanlagen die kontaktlosen Schlüsselübergaben für mehrere Anlagen weltweit von einem kleinen Smartphone aus koordinieren. Die Automatismen schaffen Freiraum für andere Beschäftigungen und im Grunde ist ein menschliches Eingreifen nur bei Störungen nötig.

Künstliche Intelligenz in der Wirtschaft

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das nicht mehr wegzudenken ist. Hier geht es darum, dass moderne Technologien es ermöglichen, aus regelmäßigen Vorgängen einen Algorithmus zu erkennen und ihn für automatische Abläufe zu nutzen. Im Kleinen kennen wir das mit der Spracheingabe für PC, Handy oder andere Geräte. Sobald die Spracheingabe den Anwender kennengelernt hat, wird die Fehlerquote geringer.

Die Automobilindustrie arbeitet an selbstfahrenden Autos, die mittels KI und diverser Techniken erkennen sollen, wann sie automatisch Bremsen müssen oder sogar ganze Strecken ohne menschliche Hilfe bewältigen.

In der Medizintechnik kann KI die größten Erfolge feiern und nutzt den Menschen vermutlich am meisten. Prothesen für amputierte Gliedmaßen sind inzwischen weit entfernt vom altbekannten Holzbein. Sie können Finger und Zehen bewegen, Greifen und sind technisch so ausgefeilt, dass sich Sportfunktionäre darüber streiten, ob ein Amputierter Weitspringer nicht sogar Vorteile hat, aufgrund der Prothese.

Vom Bund wurde 2018 die Kampagne Künstliche Intelligenz gestartet, die auf eine internationale Zusammenarbeit fokussiert ist und in die sehr viel Geld fließt.

Den Anschluss nicht verpassen

Unternehmer, die sich gegen die Digitalisierung stellen, werden noch kurze Zeit Schritthalten können. Über kurz oder lang, werden sie aber gnadenlos abgehängt. Es mag Ausnahmen in sehr wenigen Berufszweigen geben, die Regel wird jedoch sein, dass Unternehmen, die umständliche Geschäftsabwicklungen nutzen, keine Kunden und Geschäftspartner mehr finden, weil diese auf Fax, Papierrechnung und Co gar nicht  mehr eingestellt sind.

DIHK, Bund und Länder bieten wirklich gute Unterstützung an, um niemanden zurückzulassen. So tragisch die Pandemie auch ist, doch sie hat auch das Potential Fachkräfte hervorzubringen, wenn die Zeit der Kurzarbeit beispielsweise sinnvoll genutzt wird. Nie war es einfacher, an Fördergelder für Weiterbildung zu kommen, als in der Pandemie. Die Statistik sagt, dass Deutschlands Wirtschaft keine nennenswerten Einbrüche in der Pandemie zu verzeichnen hatte. Weit vorn waren Unternehmen dabei, die bereits seit Jahren an der Digitalisierung ihrer Prozesse arbeiten und schnell alternative Arbeitsmodelle etablieren konnten oder die Mitarbeiter in Fortbildungen entsandt haben (die inzwischen auch verstärkt digital stattfinden).

Selbst Unternehmen mit fortgeschrittener Digitalisierung haben noch Schwächen was die Datenanalyse und effiziente Nutzung der Daten angeht. Dies ist zum einen auf die großen Datenmengen zurückzuführen, aber auch darauf, dass keine Fachkräfte gibt, die Big Data wirklich gewinnbringend auswerten können.

Fazit: Die Digitalisierung ist wichtig. Wie weit Deutschland hinterher hinkt, zeigen weltweite Vergleiche. Länder wie Indien, sind hier teilweise sehr viel weiter, obwohl sie als Schwellenländer gelten. Zwar bedeutet Digitalisierung auch die Abhängigkeit von Technologien, doch der Nutzen ist enorm. Investitionen sollten immer zwischen Prozessoptimierung, Technik und Personal aufgeteilt werden, damit die Menschen mit den digitalen Entwicklungen Schritthalten können.



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