Feierstunde mit Live-Musik: Liedermacher Rolf Zuckowski bei Hospiz-Jubiläum

Auf dem Podium (von links): Rolf Zuckowski, Kerstin Slowik, Anselm, Achim Kress.

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Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Hospiz-Wanderausstellung „Gemeinsam unterwegs“ fand kürzlich in der Vereinten Martin Luther Stiftung (VMLS) eine hybride Jubiläumsfeier statt – besondere Gäste der Veranstaltung:  Liedermacher Rolf Zuckowski und der Langeooger Inselmaler Anselm. Die beiden Künstler sind der Ausstellung eng verbunden. Auf 12 mobilen Stell-Elementen werden Anselms Bilder in Kombination mit Zitaten aus Liedern von Rolf Zuckowski gezeigt.

Die Wanderausstellung war seit ihrer Eröffnung 2017 bereits in vielen Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und Hospizen in Deutschland und Österreich zu Gast – auch bei Großveranstaltungen wie Kirchentagen oder der Messe „Leben und Tod“. Die Idee hatte seinerzeit die Leiterin des Bereichs „Palliativkultur und Hospiz“, Diakonin Kerstin Slowik. Sie brachte Wort und Bild und vor allem die zwei Akteure zusammen und sorgte auch dafür, dass sie zum Jubiläum nach Hanau kamen. Hier moderierte Achim Kress, der oberärztliche Leiter der internistischen Intensivstation der Main-Kinzig-Kliniken, ein Podiumsgespräch, das mit Liedern untermalt wurde. Vor Ort nahmen etwa 100 Besucher*innen daran teil. Die Veranstaltung wurde per Video-Livestream übertragen, auf dem eigenen YouTube-Kanal „Hospiz 2.0“ gespeichert und seitdem von über 500 Menschen angeschaut.

Die Künstler gaben freimütig und entspannt Persönliches, Lustiges und Nachdenkliches aus ihren Leben preis. So erfuhr das Publikum unter anderem, dass der Inselmaler die erste Surfschule Langeoogs gegründet hatte, obwohl er selbst von diesem Sport nur wenig Ahnung hatte und dass er Clowns schon immer geliebt habe. Eines der Ausstellungsmotive ist denn auch ein Clown, nach Anselms Angaben eine Mischung aus den Clownlegenden Grock und Charlie Rivel. Auch Liedermacher Zuckowski gab private Einblicke und begeisterte die Zuschauer*innen mit zahlreichen Musikeinlagen aus seinem Repertoire für Erwachsene. Die Ausstellung sei ihm im Laufe der fünf Jahre sehr ans Herz gewachsen, sagte der Künstler, ein ganz besonderer Anlass aber sei die Eröffnung des Emmaus-Hospizes in seiner Heimat Hamburg-Blankenese gewesen, bei der „Gemeinsam unterwegs“ ebenfalls einen Platz gehabt habe. Die biblische Emmaus-Geschichte aus dem Lukasevangelium sei es auch, die der Ausstellung zu Leben und Endlichkeit zugrunde liege, erläuterte Kerstin Slowik. Hier gehe es darum, wie zwei Menschen, die einen Verlust erlitten hätten und trauerten, durch Gespräche und Begleitung wieder ins Leben zurückfänden. Rolf Zuckowskis Titellied der Ausstellung, „Gemeinsam unterwegs“, thematisiere den Weg, den man zusammen geht, ebenfalls: „Wir sind gemeinsam unterwegs, auf einer Reise durch die Zeit. Wir steuern unser kleines Schiff im großen Meer der Ewigkeit“. Dieses und andere Lieder gab der Hamburger Liedermacher auf der Jubiläumsfeier zum Besten – unter anderem begleitet von einem „Pflegechor“, einer Gruppe von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ganz unterschiedlicher Bereiche, die sich für diesen Anlass zusammengefunden hatten. Der Chor hatte Zuckowskis Lied „Pflege ist mehr“ für die Veranstaltung einstudiert. Kerstin Slowik hob die Bedeutung des Ehrenamtes in der Hospizarbeit hervor. Das Arbeitsfeld habe seinen Ursprung im bürgerschaftlichen Engagement und werde noch immer getragen von ehrenamtlichen Kräften: „Hospizarbeit geht nicht ohne Ehrenamt.“ Der Ambulante Hospizdienst unterstütze, begleite und berate nicht nur die Schwerstkranken und Sterbenden, sondern auch deren Umfeld. Hospizkoordinatorin Silke Heller brachte es auf den Punkt: „Wir halten mit Ihnen zusammen das aus, was kommt.“

Hintergrund „Palliativkultur und Hospiz“

Der Ambulante Hospizdienst der VMLS wurde 2006 gegründet. Er gehört seit 2021 zu dem Bereich „Palliativkultur und Hospiz“, der sich für neue Wege in der Hospiz- und Palliativarbeit einsetzt. Hier sind auch digitale Wege inzwischen fest etabliert. unter dem Namen PALLIATIVKUlTUR.DE ein eigenes Internetportal aufgebaut Ehrenamtliche Kräfte begleiten im gesamten Main-Kinzig-Kreis Menschen im Leben und im Sterben. In ihrer Tätigkeit geht es explizit nicht um medizinische Versorgung, sondern um emotionale Unterstützung, Gespräche und Austausch. Auch die Beratung in Vorsorgefragen ist fester Bestandteil der Arbeit.

Weitere Informationen zum Bereich „Palliativkultur und Hospiz“ unter: https://palliativkultur.de

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Auf dem Podium (von links): Rolf Zuckowski, Kerstin Slowik, Anselm, Achim Kress.


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