Main-Kinzig-Kliniken: Pflegedirektorin Elke Pfeifer verabschiedet

Von links: Stellv. Pflegedirektorin Stefanie Siemon-Gärtner, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dirk Meininger, Geschäftsführer Dieter Bartsch, Elke Pfeifer, Chefarzt Dr. Hans-Ulrich Rhodius, stellv. Geschäftsführer Ralph Ries.

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Von der Krankenschwester zur Pflegedirektorin: Drei Jahrzehnte lang hat Elke Pfeifer ihre Leidenschaft für die Pflege in den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern gelebt.

Ende 2020 ist sie in den Ruhestand gegangen. Jetzt hat die Klinikleitung sie bei einer Feierstunde offiziell verabschiedet – coronabedingt mit zweijähriger Verzögerung. Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken, lobte die starke, aber immer sympathische Durchsetzungskraft seiner ehemaligen Pflegedirektorin: „Elke Pfeifer hat sich mit Herz und Verstand für die Dinge eingesetzt, die sie mit Blick auf das Wohlergehen von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden für richtig erachtet hat. Dafür musste sie so manche Konfrontation aushalten – was sie aber nie von ihrem Weg abgebracht hat. Unsere Kliniken können sich sehr glücklich schätzen, über einen so langen Zeitraum eine derart gradlinige, empathische Kollegin in ihren Reihen gehabt zu haben. Sie hat in unserem Haus viel bewegt; dafür gebührt ihr unsere höchste Anerkennung und Wertschätzung.“ Pfeifers Nachfolger ist Samuel Palitzsch, seine Stellvertreterin Stefanie Siemon-Gärtner.

Ihre Laufbahn in den Main-Kinzig-Kliniken begann Elke Pfeifer als examinierte Krankenschwester im Jahr 1990. Schon damals stand für sie fest: „Es gibt keinen schöneren Beruf als den der Pflege. Nirgendwo sonst bekommt man ein so sichtbares und positives Feedback auf seine Arbeit: Wir helfen Menschen bei ihrer Genesung, die Anerkennung dafür erfahren wir unmittelbar. Das macht diesen Beruf einzigartig.“ Drei Jahre später wird sie stellvertretende Leiterin der Station 5b der Inneren Medizin, wieder drei Jahre später übernimmt sie die Koordination der Abteilungen 4 und 5 der Inneren Medizin. Parallel wird sie Personalrätin, bis 2003 sitzt sie als Vertreterin des Betriebsrates im Aufsichtsrat der Main-Kinzig-Kliniken.

„Ich habe immer wieder erlebt, dass wir als Pflegende sehr handlungswirksam sind: Wir können unsere Patientinnen und Patienten mobilisieren, wir können sie stärken“, stellt Elke Pfeifer fest. „Dieses Wissen und diese Überzeugung wollte ich schon früh an meine Mitarbeitenden und den Nachwuchs weitergeben. Ich habe daher unter anderem eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin gemacht, bevor ich dann mein Studium der Pflegewissenschaften aufgenommen habe. Denn neben der Tätigkeit direkt am Menschen haben mich immer auch schon die Hintergründe interessiert: Wie funktioniert das System Pflege? Welche Möglichkeiten der Gestaltung gibt es auf Managementebene?“

Seit 2011 Pflegedirektorin
Mit dem Aufkommen des Qualitätsmanagements auch in Krankenhäusern Anfang der 2000er Jahre wird Elke Pfeifer Mitglied der Krankenhaus-Qualitätskonferenz, 2005 wird sie Leiterin des Qualitätsmanagements und Pflegedienstleiterin. Sie entwickelt Standards und Leitlinien, die bis heute in den Main-Kinzig-Kliniken maßgebend sind. Seit 2011 hat sie die Stelle als Pflegedirektorin inne – eine Stelle, für die ihre langjährige Vorgängerin Gerlinde Ulbrich sie explizit empfohlen hatte. „Elke Pfeifer war immer der Überzeugung: Was sinnvoll ist, muss auch umgesetzt werden“, erzählt Ulbrich. „Sie hat Probleme erkannt, sie angepackt, zielgerichtete Lösungsstrategien entwickelt, die Verantwortung für die Umsetzung übernommen – aber auch für deren Folgen. Dabei haben mich ihre ausgesprochene Mitarbeiter- und Qualitätsorientierung immer sehr beeindruckt.

Arbeit im Team als Dreh- und Angelpunkt
2019 entscheidet sich Elke Pfeifer, im darauffolgenden Jahr in den Ruhestand zu gehen. „Als dann klar wurde, wer meine Nachfolge übernehmen soll, wusste ich: Das war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt ist es Zeit für die nächste Generation.“ Neben allen beruflichen Erfolgen und den von ihr initiierten Veränderungen freut sich Elke Pfeifer rückblickend vor allem über die vertrauensvolle, von Ehrlichkeit geprägte Zusammenarbeit mit dem gesamten Pflegeteam und der Ärzteschaft. Und sie stellt fest: „Was wäre ich ohne meinen Kollegen und Stellvertreter Klaus Weigelt gewesen? Die Zusammenarbeit mit ihm hat mich unglaublich bereichert, wir waren ein echtes Team auf Augenhöhe.“

Ehrenamtliches Engagement
Heute arbeitet Elke Pfeifer ehrenamtlich als Hospizbegleiterin. „Damit schließt sich der Kreis“, erklärt sie. „Schon als junges Mädchen habe ich in der Altenpflege gearbeitet, was mich sehr erfüllt hat. Jetzt kann ich wieder voll und ganz für andere Menschen da sein und sie in dieser existenziellen Lebenssituation begleiten.“

„Es gibt immer Gestaltungmöglichkeiten!“
Mit Blick auf die aktuell schwierige Lage im Pflegesektor sagt Pfeifer: „Ein großes Problem in Deutschland ist es, dass die Pflege nicht die Kompetenzen hat, die ihr in unseren Nachbarländern per Gesetz zugeschrieben sind. Bei uns liegt die letzte Entscheidungsverantwortung bei den Ärztinnen und Ärzten – das ist nicht mehr zeitgemäß, das steht der Weiterentwicklung des Pflegeberufs im Weg. Dennoch kann ich jungen Menschen in Pflegeberufen nur raten: Bleibt am Ball. Denn egal, wie schwierig die Rahmenbedingungen sind, es gibt immer und überall Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn man sich dessen bewusst ist, macht das sehr zufrieden.“

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Von links: Stellv. Pflegedirektorin Stefanie Siemon-Gärtner, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dirk Meininger, Geschäftsführer Dieter Bartsch, Elke Pfeifer, Chefarzt Dr. Hans-Ulrich Rhodius, stellv. Geschäftsführer Ralph Ries.


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