Mit dem Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Gelnhausen haben sich die Main-Kinzig-Kliniken für eine klimaschonende Art der Wärmeversorgung entschieden.
Nach einer etwa dreimonatigen Umstellungsphase konnte die Installation vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen und in Anwesenheit des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai sowie Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz in Betrieb genommen werden.
„Neben der qualitativ hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung unserer Patienten legen wir hohen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit wirtschaftlichen und ökologischen Ressourcen“, so Kliniken-Geschäftsführer Dieter Bartsch. Als es galt, die in die Jahre gekommene Heizungsanlage zu erneuern, wurden mehrere Optionen einer alternativen Versorgung und Erhöhung der Energieeffizienz überprüft. „Fernwärme verbindet Umweltschutz mit Wirtschaftlichkeit“, fasst Bartsch die letztendliche Entscheidung für das neue Energiekonzept zusammen.
Bisher wurden die Heizkessel im Krankenhaus-Keller mit Erdgas versorgt. Nun wird die Wärme für sämtliche Krankenhausgebäude aus dem Heizwerk Gelnhausen – eine Versorgungsanlage der Stadtwerke Gelnhausen – geliefert. Das Heizwerk wurde im Jahr 1985 zur Versorgung der ehemaligen US-Kaserne und dem dazugehörenden Wohnbereich errichtet: „Ursprünglich wollte die US-Army ein mit amerikanischer Kohle befeuertes Heizwerk in Betrieb nehmen – dank intensiver Bemühungen von Seiten der Stadt sowie der Stadtwerke Gelnhausen ist stattdessen ein Heizwerk mit modernster Feuerungstechnik entstanden, durch welches sich der Ausstoß der umweltschädlichen Stoffe Schwefeldioxid, Stickoxid und Staub deutlich reduzieren ließ“, so Siegfried Rückriegel, Geschäftsführer der Stadtwerke Gelnhausen.
Im vollautomatischen Blockheizkraftwerk wird durch die Verbrennung von Bio-Erdgas das Heizmedium Wasser auf hohe Temperaturen gebracht und durch das etwa sechs Kilometer lange Fernwärmenetz zu den Abnehmern geführt, unter anderem Industrie- und Gewerbegebiete sowie das ortsansässige Hallenbad. „Die unmittelbare räumliche Nähe der Main-Kinzig-Kliniken zum Heizwerk verhindert einen Wärmeverlust während des Transports und ist ein Grund für die hohe Wirtschaftlichkeit der Fernwärme für das Krankenhaus“, erläutert Rückriegel. Des Weiteren profitieren die Kliniken von einem sicheren, weitgehend wartungsfreien System und vergleichsweise stabilen Energiepreisen.
Im Rahmen der Bauphase wurde zunächst das Krankenhaus-Hauptgebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen – eine Übergabestation im Heizungsraum des Hauptgebäudes sorgt für die Wärmeweiterleitung in alle Gebäude über das klinikeigene Verteilnetz. Da dieses Wärmeverteilnetz seit etwa vier Jahrzehnten im Betrieb ist, wird dies nun ebenfalls saniert, um eine bessere Wärmeisolation der Rohre zu gewährleisten und somit die Wirtschaftlichkeit des neuen Energiekonzeptes weiter zu verbessern.
Neben Bürgermeister Thorsten Stolz lobte auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. André Kavai die Energieumstellung: „Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Kliniken bedarf es notwendigerweise auch Investitionen in die Infrastruktur und Gebäudetechnik. Mit der Einführung der Fernwärme konnte eine komfortable und gleichzeitig hocheffektive Energielösung realisiert werden, mit der wir sowohl für die Herausforderungen des steigenden Wettbewerbs als auch des Klimawandels gut gerüstet sind.“ Dr. Kavai hob insbesondere die hervorragende Zusammenarbeit der im Main-Kinzig-Kreis ansässigen und tätigen Unternehmen hervor und sprach allen Baubeteiligten seinen Dank für die zeitgerechte Umsetzung des zukunftsweisenden Energieprojektes aus.
Foto (von links): Siegfried Rückriegel (Geschäftsführer Stadtwerke Gelnhausen), Dieter Bartsch (Geschäftsführer Main-Kinzig-Kliniken), Dr. André Kavai (Erster Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender Main-Kinzig-Kliniken), Thorsten Stolz (Bürgermeister der Stadt Gelnhausen) sowie Peter Hufnagel (Leiter Technik und Infrastruktur Main-Kinzig-Kliniken) bei der Inbetriebnahme der neuen Fernheizleitung.
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