Weihnachtsgeschäft: Handel rechnet mit Umsatzplus von 5,4 Prozent

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Für das anstehende Weihnachtsgeschäft rechnet der Handelsverband Hessen, in historisch schwierigen und äußerst unsicheren Zeiten, mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für November und Dezember liegen die Umsätze in diesem Jahr damit bei circa 10,5 Milliarden Euro im hessischen Handel. Preisbereinigt ergibt sich ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach zwei Jahren ohne echtes Weihnachtsgeschäft ist festzuhalten, dass das Vorkrisenniveau in Teilen der Branche nicht erreicht wird.

„Das Weihnachtsgeschäft ist für einen Großteil des Handels von enormer Wichtigkeit. Einzelne Teilbranchen erwirtschaften knapp ein Drittel des Jahresumsatzes in dieser Zeit“, so Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen, auf der Weihnachtspressekonferenz in Frankfurt. „Die Umsätze wurden durch die Inflation relativiert. Diese Tatsache tut vielen Händlern weh“, so Ruths weiter. Für das Gesamtjahr erwartet der Handelsverband Umsätze im hessischen Handel von rund 55 Milliarden Euro. „Auch hier sehen wir durch den Anstieg der Preise kein reales Wachstum gegenüber dem Vorjahr“, so Ruths.

Gleichzeitig unterstreicht eine Unternehmensumfrage des Handelsverbandes Hessen, dass der hessische Handel in einem herausfordernden Umfeld mit schwierigen Faktoren agiert. 

Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin Handelsverband Hessen, dazu: „Die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wirken in unserer Branche bis heute. Gleichzeitig sind neue Herausforderungen hinzugekommen. Die Energiepreise explodieren“, fügt Steinbrenner an. Mehr als ein Drittel der hessischen Händlerinnen und Händler ist durch die steigenden Energiekosten in der wirtschaftlichen Existenz bedroht. Die Kosten für die Energie haben sich mehrheitlich mindestens verdoppelt oder verdreifacht, zeigt die Umfrage. 

„Zusammengefasst erwarten wir bewusste und überlegte Kaufentscheidungen unserer Kundinnen und Kunden zu Weihnachten an den Ladentheken in Hessen. Der Umsatzvergleich zu den Lockdown-Jahren 2020 und 2021 hinkt natürlich“, macht Steinbrenner deutlich. Die Richtschnur sei das Jahr 2019 und darauf bezogen ist gerade für den inhabergeführten Handel in unseren Innenstädten noch viel Luft nach oben, so Steinbrenner abschließend.

Die Themen Inflation, Energiekrise, Warenverfügbarkeit, Fachkräftemangel und Innenstadtbelebung bleiben laut der Umfrage auch 2023 weiterhin herausfordernd.


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