Prof. Dr. Jan Hilligardt, Präsident des Regierungspräsidiums Darmstadt, befindet sich derzeit auf Besuchstour bei den größten regionalen Energieversorgern im Regierungsbezirk.
So führte sein Weg auch zu den Kreiswerken Main-Kinzig, die als größter Flächenversorger der Region mehr als 100.000 Menschen in 14 Kreiskommunen mit Strom und mehr als 130.000 in 12 Kommunen mit Trinkwasser versorgen. Oliver Habekost, Geschäftsführer der Kreiswerke-Unternehmensgruppe, begrüßte Prof. Hilligardt am Verwaltungssitz in der Gelnhäuser Barbarossastraße. Das Treffen nutzten beide zum Austausch über aktuelle Themen, die die Versorgungsbranche derzeit bewegen und beschäftigen. So war ein Fokus dabei die Frage, wie die Energiewende in Südhessen bei einem gleichzeitig jederzeit stabilen wie auch bezahlbaren Stromsystem erfolgreich umgesetzt werden kann.
„Etwa bei der Genehmigung neuer und Verlängerung vorhandener Wasserrechte oder bei der Einbindung neuer Strom-Aufnahmekapazitäten ist das Regierungspräsidium stets unser fachlicher Begleiter und versierte Genehmigungsinstanz“, unterstreicht Kreiswerke-Geschäftsführer Oliver Habekost. „Und dies gerade auch im Hinblick auf den Ausbau von Speicherkapazitäten mit dem Ziel, 100 Prozent nachhaltig erzeugten Strom integrieren zu können“, setzt er fort. „Auch um künftig vermehrt Rechenzentren, Großbatteriespeicher oder Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff an die deutschen Netze anschließen zu können, wird ein entsprechender Umbau der Stromnetze erforderlich.“
Bei all diesen Weichenstellungen seien maßgeblich auch die Regierungsinstanzen präsent. So ist das Regierungspräsidium Darmstadt als Vollzugs- und Genehmigungsbehörde vor allem in die Weiterentwicklung der Anlagen und Netze eingebunden. Zudem ist die Behörde zuständig für die Genehmigung der Windenergieanlagen in Südhessen. Zuletzt hatte man in der Windkraft-Thematik zusammengearbeitet hinsichtlich der `Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK)´, für die der regionale Versorger kürzlich die Genehmigungen erhalten hatte. Daraufhin konnten alle drei Windparks der Kreiswerke-Gruppe entsprechend den gesetzlichen Vorgaben so umgerüstet werden, dass die Warnleuchten an den Anlagen ausgeschaltet bleiben und nur noch dann aufleuchten, wenn sich wirklich ein Flugobjekt nähert. Damit ist die nächtliche Dunkelheit in die Windparks zurückgekehrt.
„Der enge Austausch mit den Akteuren der Region ist mir sehr wichtig“, betont Regierungspräsident Hilligardt, der auch regelmäßig den Kommunen, Institutionen und Unternehmen im Regierungsbezirk Besuche abstattet. „Nun liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Energieversorgung, denn die bedeutenden regionalen Energieversorger spielen eine enorm wichtige Rolle bei der Daseinsvorsorge für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Regierungsbezirk. Die Energiewende beziehungsweise die Sicherung und der Ausbau der Energieversorgung ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für unsere Region.“