Gründau: IG Metall und US-Automobilzulieferer Lear schließen Tarifvereinbarung

Foto: Reiner Kunze

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Die IG Metall Hanau-Fulda und der US-Automobilzulieferer Lear haben einen Tarifvertrag für den Standort Gründau geschlossen. Die wichtigsten Inhalte sind mehrere Entgelter-höhungen, eine Beschäftigungssicherung und eine Verhandlungsverpflichtung über die weitere Heranführung an den Flächentarif. Die Gewerkschaftsmitglieder am Standort stimmten dem Verhandlungsergebnis am gestrigen Dienstag mit einer klaren Mehrheit von über 99% zu.

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Dazu Matthias Ebenau, Geschäftsführer der IG Metall Hanau-Fulda: „Nach der Über-nahme durch Lear war für die Beschäftigten schnell klar, dass sie sich für einen Tarifver-trag engagieren müssen – in einem US-Konzern wie Lear gibt es nichts geschenkt. Für ihre Forderungen setzten sie sich u.a. mit zwei Warnstreiks ein. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Zwischen Oktober diesen und Oktober nächsten Jahres gibt es eine zweistellige prozentuale Entgelterhöhung, inklusive verbesserter Sonderzahlungen im Jahr 2026. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2026 ausgeschlossen. Und das Unternehmen verpflichtet sich zu einem verbindlichen und zielorientierten Verhand-lungsprozess über die weitere Annäherung an die Tarifverträge der hessischen Metall- und Elektroindustrie.“

Markus Rotter, Betriebsratsvorsitzender am Standort, ergänzt: „Das Ergebnis und der große Zuspruch der Beschäftigten zeigen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Nun kommt es allerdings auch darauf an, dranzubleiben. Denn die Vereinbarung gilt nur bis Ende des kommenden Jahres. Bis dahin wollen wir gemeinsam mit unseren An-sprechpartnern im Unternehmen einen belastbaren weiteren Weg zum Flächentarif ent-wickeln. Die Belegschaft hat jetzt gezeigt, dass sie sich anderenfalls auch druckvoll für ihre Interessen einzusetzen weiß. Lear muss also liefern.“

Zum Hintergrund: Es ist die erste tarifliche Vereinbarung für den Standort, der lange der Stammsitz des vormaligen Familienunternehmens I.G. Bauerhin war. Letzteres wurde vor knapp zwei Jahren durch die Lear Corporation aus den USA übernommen. In Gründau werden Sitz-, Lenkrad- und Flächenheizungen sowie Sensoren und Elektroniken für die Automobilindustrie entwickelt und gefertigt. Mit konzerninternen Dienstleistungen und einem Logistik-Hub kommt der Standort auf insgesamt ca. 350 Beschäftigte. Eine Erklä-rungsfrist zur Annahme des Verhandlungsergebnisses läuft noch bis zum 12. September.

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