Main-Kinzig-Kliniken: Sondenloser Herzschrittmacher erfolgreich implantiert

Von links: Dr. med Marcus Pirot (Chefarzt der Medizinischen Klinik I), Patientin, Darius Nadjmabadi (Oberarzt der Medizinischen Klinik I).

Unternehmen

Die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen treiben die medizinische Innovation konsequent voran und setzen neue Maßstäbe in der kardiologischen Versorgung. Unter der Leitung von Dr. Pirot wurde erstmals ein sogenannter sondenloser Herzschrittmacher – das Micra™ AV-System, der weltweit kleinste Herzschrittmacher – erfolgreich implantiert. Damit gehört der Standort Gelnhausen zu den Vorreitern beim Einsatz dieser hochinnovativen Technologie im Main-Kinzig-Kreis.

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Neue Therapieoption für Patientinnen und Patienten mit AV-Block

Das Micra™ AV-System wurde speziell für Patientinnen und Patienten mit atrioventrikulärem Block (AV-Block) entwickelt – einer Herzrhythmusstörung, bei der die elektrische Signalübertragung zwischen Vorhof und Herzkammer gestört ist. Durch die Wiederherstellung der sogenannten AV-Synchronität kann der Herzrhythmus stabilisiert und Symptome wie Schwindel, Kurzatmigkeit oder Ohnmacht deutlich reduziert werden.

Minimalinvasiv, kabellos und besonders schonend

Der sondenlose Herzschrittmacher stellt einen entscheidenden Entwicklungsschritt gegenüber herkömmlichen Systemen dar. Während klassische Schrittmacher über Elektroden („Sonden“) mit dem Herzen verbunden sind und unter der Haut im Brustbereich implantiert werden, kommt das Micra-System vollständig ohne Kabel und Aggregattasche aus. Die nur wenige Zentimeter große „Kardiokapsel“ ist etwa zehnmal kleiner als herkömmliche Systeme und wird minimalinvasiv über die Leistenvene direkt in die rechte Herzkammer eingebracht, wo sie sicher verankert wird.

Deutlich reduzierte Komplikationsrisiken

Diese innovative Technik bietet gleich mehrere Vorteile: Der Eingriff ist besonders schonend, die Operationsdauer kann reduziert werden, und das Risiko typischer Komplikationen – etwa Infektionen, Sondenbrüche oder -verschiebungen – wird deutlich minimiert. Gleichzeitig ist das Implantat für den Patienten unsichtbar, was den Heilungsprozess zusätzlich begünstigt und die Lebensqualität erhöht.

„Dies ist ein großer Fortschritt in der medizinischen Versorgung von Schrittmacherpatienten“, erklärt Dr. Pirot. „Insbesondere können wir nun auch ausgewählte Patienten mit AV-Block kabellos versorgen und ihnen eine noch sicherere Therapie anbieten.“

Gezielter Einsatz bei ausgewählten Patientengruppen

Noch vor wenigen Jahren standen weltweit zwei führende Systeme dieser Art zur Verfügung. Aktuell konzentriert sich der Markt zunehmend, sodass nur noch ein Anbieter diese hochspezialisierte Technologie bereitstellt. Umso wichtiger ist die entsprechende Expertise in den Kliniken, die solche Verfahren anwenden.

Die Therapie eignet sich jedoch nicht für alle Patientinnen und Patienten. „Der Einsatz eines sondenlosen Schrittmachers erfordert eine sehr sorgfältige Auswahl. Besonders profitieren Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder speziellen anatomischen Voraussetzungen“, ergänzt Pirot.

Investition in moderne Medizin und Patientensicherheit

„Die erfolgreiche Einführung dieser innovativen Technologie zeigt, dass wir in den Main-Kinzig-Kliniken gezielt in moderne Verfahren investieren, um unseren Patientinnen und Patienten eine bestmögliche und gleichzeitig besonders sichere Versorgung zu bieten“, betont Christian Quack. „Gerade bei komplexen Ausgangssituationen eröffnet uns die sondenlose Schrittmachertherapie neue medizinische Möglichkeiten.“

Zukunftsorientierte Versorgung auf höchstem Niveau

Mit der erfolgreichen Implantation unterstreichen die Main-Kinzig-Kliniken ihren Anspruch, innovative und zugleich individuell angepasste Therapien auf höchstem medizinischem Niveau anzubieten. Die Kombination aus moderner Technologie, fachlicher Expertise und patientenzentrierter Versorgung verbessert nachhaltig die Patientensicherheit und die Lebensqualität der behandelten Patientinnen und Patienten.

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Von links: Dr. med Marcus Pirot (Chefarzt der Medizinischen Klinik I), Patientin, Darius Nadjmabadi (Oberarzt der Medizinischen Klinik I).


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