Im April 2026 waren im Arbeitsagenturbezirk Hanau rund 16.000 Personen arbeitslos, rund 400 weniger als im Vormonat. Darunter waren knapp 2.200 Personen unter 25 Jahren. Seit 2019 ist die Arbeitslosenquote junger Menschen von 4,6 auf 9,5 Prozent im Jahr 2025 angestiegen.
„Die steigende Jugendarbeitslosigkeit in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis schwächt die Fachkräftebasis von morgen. Deshalb braucht es bessere schulische Bildung und eine stärkere berufliche Orientierung. Kinder müssen am Ende der Grundschule sicher lesen, schreiben und rechnen können, sonst scheitern sie später an den nächsten Bildungsphasen und am Einstieg in Ausbildung und Beruf. Für junge Menschen ist eine Berufsausbildung eine sehr gute Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Dabei lohnt es sich, auch jenseits des Wunschberufs und der Wunschregion zu suchen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht auf die lange Bank zu schieben“, erklärte Elena Wolf, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Hanau-Offenbach Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Alarmierend ist der Befund, dass mehr als 80 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen keinen Berufsabschluss haben und über ein Drittel nicht einmal einen Schulabschluss. Besonders betroffen sind Ausländer, die rund 45 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen stellen, obwohl ihr Bevölkerungsanteil in dieser Altersgruppe nur etwa 20 Prozent beträgt. Fehlende Abschlüsse sind der zentrale Treiber von Jugendarbeitslosigkeit und damit ein Auftrag an die Bildungspolitik. Die Zahlen belegen auch, dass Integration in Schule, Ausbildung und Beruf noch zu selten gelingt. Früher und verbindlicher Deutschunterricht, mehr Sprachförderung und bessere Übergänge in Ausbildung sind nötig – aber sie wirken nur, wenn Jugendliche diese Chancen auch konsequent nutzen“, so Elena Wolf.
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