Dem Firat Market, einem türkischen Lebensmittelmarkt in der Willy-Brandt-Straße nahe der Ehrensäule, statteten Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH vor kurzem einen Besuch ab.
Vor Ort empfingen sie die türkischstämmigen Gebrüder Bayram, die das Familienunternehmen leiten. „Wir haben rund 30 Mitarbeiter. Viele unserer Familienmitglieder arbeiten im Unternehmen mit“, erläutert Ihsan Bayram. In unserer eigenen Bäckerei hier am Standort, backen wir täglich frisches Brot und Gebäck mit denen wir auch unsere anderen Märkte beliefern.
In den letzten Jahren hat die Firma Firat Market stark expandiert. Neben den drei Standorten in Hanau (auch in Großauheim und in der Reichenbergerstraße) gehört auch ein Lebensmittelmarkt in Aschaffenburg dazu. Die beiden geschäftstüchtigen Brüder kamen 1992 nach Hanau. Knapp neun Jahre später eröffneten die Bayrams am Rochusplatz ihren ersten Lebensmittelmarkt. 2005 folgte der Markt in der Reichenbergerstraße und 2008 ein weiterer in Aschaffenburg. 2011 erwarben sie dann das Gelände in der Willy-Brandt-Straße und eröffneten dort ihren größten Markt mit eigener Bäckerei. „Wir stammen zwar aus der Türkei, doch für uns ist Hanau unsere Heimat“, berichtet Ishan Bayram. „Wir fühlen uns hier zuhause und sind eng mit der Stadt verbunden“, fügt sein Bruder Erol hinzu. Die positive Entwicklung die Hanau mit den vielen Bauprojekten in den letzten Jahren genommen habe, gefalle ihnen sehr. „Wir freuen uns, mit unseren Entwicklungen einen kleinen Teil dazu beitragen zu können.“ Bei einem Rundgang konnten sich die Besucher von der Qualität und Frische des Angebotes im Firat Market überzeugen, der größtenteils türkische Produkte aber auch frisches Obst, Gemüse und Fleisch im Angebot hat. „Unser Fleisch kaufen wir nur in Deutschland und möglichst in der Region, weil es unserer Meinung nach die beste Qualität hat“, erläutert Erol Bayram. „Bei uns wird sieben Tage die Woche gearbeitet, denn um am Montagsmorgen frische Waren anbieten zu können, kaufen wir Sonntagnacht schon ein.“ Auch die Bäcker begönnen montags bereits um zwei Uhr morgens mit ihrer Arbeit, erzählt er weiter.
„Unsere Kunden kommen aus Hanau aber auch aus der weiteren Umgebung, wie beispielsweise Gelnhausen oder Wächtersbach“, berichtet sein Bruder. Grund hierfür seien auch die attraktiven Angebote, über man die Kunden allwöchentlich mit rund 50.000 Postsendungen informiere.
OB Kaminsky zeigte sich beeindruckt von der rasanten Entwicklung des Familienbetriebs und dem Engagement, dass hinter dem Angebot steht. „Sie legen Wert auf Frische und Qualität und leisten zudem einen wichtigen Beitrag für die Nahversorgung der jeweiligen Stadtteile, in denen die Märkte sind“, lobte er. Zudem stelle das Unternehmen auch Arbeitsplätze zur Verfügung. „Erfolgreiche türkischstämmige Unternehmer wie Sie tragen dazu bei das veraltete, aus den 60er Jahren stammende Bild, der türkischen Mitbürger als „Gastarbeiter“ zu verändern.“ In Realität hätten viele geschäftstüchtige Einwanderer bereits eigene Firmen gegründet und seien längst zu einer Stütze der Gesellschaft geworden. „Sie haben innerhalb weniger Jahre ein erfolgreiches Familienunternehmen aufgebaut und bereichern damit das Angebot in unserer Stadt“, schloss der OB.
Foto: Fotounterschrift: (von links nach rechts) Mehmet Bayram, Wirtschaftsförderin Erika Schulte, Ihsan Bayram, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Erol Bayram und Mustafa Bayram.
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