Frank Ziemer, Stellvertretender Geschäftsführer der IHK Frankfurt, sprach im Regionalzentrum der FernUniversität über das Thema „Berufschancen für Wirtschaftswissenschaftler“.
In seinem Vortrag informierte er über die Entwicklung der Fachkräftenachfrage bis 2030. Durch den demographischen Wandel fehlen allein im Bezirk der IHK Frankfurt am Main jährlich 40.000 bis 100.000 Fachkräften. Das Potential an verfügbaren Fachkräften wird bis 2030 um rund 13% zurückgehen.
Ein Ende der Generation Praktikum ist in Sicht. Das Praktikum als Einstieg für Berufsanfänger wird zwar weiter Bestand haben, aber die Abfolge mehrerer Praktika wegen fehlender freier Stellen wird es für Wirtschaftwissenschaftler in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Der größte Bedarf an Fachkräften wird im Bereich der beruflich Qualifizierten im kaufmännischen Bereich entstehen. Für Berufsanfänger der Wirtschaftswissenschaften stellt dies auch ein gehöriges Potential dar. Der Einstieg der Bachelorabsolventen in den Arbeitsmarkt erfolgt häufig über Projekt- und Sachbearbeiterpositionen. Nach entsprechender Bewährung und Eignung kann, gerade in kleineren und mittleren Unternehmen, danach der Aufstieg in eine Führungsposition erfolgen. Der schnelle Wandel der Arbeitswelt, neue Berufsbilder und konjunkturelle Einflüsse erfordern hohe Flexibilität. „Qualität setzt sich aber letztlich unabhängig vom Hochschulabschluss durch“, so Ziemer weiter.
Als Zukunftsbranchen empfahl Ziemer die Biochemische Industrie, Tourismus, Logistik und Dienstleistungen. Vor allem sei es wichtig, auch kleinen und mittleren Betrieben eine Chance zu geben. „Initiative zu zeigen, ist wichtig. Man muss sich rechtzeitig auf den Weg machen und schon während des Studiums seine Fühler in Richtung Wirtschaft ausstrecken. Dann klappt es auch mit dem erfolgreichen Berufseinstieg.“ Weitere Zahlen zum künftigen Fachkräftebedarf und Informationen über einzelne Branchen seien über den Fachkräftemonitor auf der Homepage der IHK zu finden.
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