VACUUMSCHMELZE: 340 Jobs in Hanau weg?

Unternehmen

Die Hanauer VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG (VAC) beabsichtigt als Reaktion auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck vor allem aus China eine globale Neupositionierung mit umfangreichen Veränderungsmaßnahmen. Diese Planungen müssen nun im Rahmen von Interessenausgleichsverhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und der IG Metall diskutiert werden.

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Im Laufe der nächsten vier Jahre könnten hiervon am Firmensitz in Hanau ca. 340 der bisher etwa 1.450 Arbeitsplätze betroffen sein, die abgebaut und teilweise in andere Fertigungsstandorte verlagert werden sollen. Das Unternehmen verspricht sich davon eine Sicherung und Stärkung des Standorts Hanau mit seinen verbleibenden Arbeitsplätzen sowie eine deutlich bessere Marktposition. In mehreren Mitarbeiterversammlungen am 18. Februar informierte Geschäftsführer Richard Boulter die Belegschaft über Hintergründe und Notwendigkeiten der Überlegungen.

Bereits seit geraumer Zeit ist die VAC  am Markt einem zunehmenden Preis- und Kostendruck seitens ihrer Wettbewerber und Kunden ausgesetzt. Insbesondere das Geschäftsgebiet Dauermagnete sieht sich einem aggressiven Wettbewerb gegenüber, der in erster Linie auf Überkapazitäten für die Produktion von Selten-Erd-Dauermagneten in China zurückzuführen ist. Daraus und aufgrund deutlicher Nachteile beim Einkauf der benötigten Rohstoffe gegenüber der Konkurrenz aus China resultiert für dieses Geschäftsgebiet eine zunehmend schwierige Marktposition mit bereits spürbaren Rückgängen im gegenwärtigen Geschäft sowie schwachen Zukunftsaussichten. Eine ähnlich herausfordernde Situation ist bereits heute für das Geschäftsgebiet Halbzeug und Teile abzusehen, der ein ebenfalls verändertes Einkaufsverhalten der Kunden zugrunde liegt, die selbst einem zunehmenden Preis- und Kostendruck ausgesetzt sind. Aus diesen Gründen hält das Unternehmen eine globale Neupositionierung für unabdingbar, um den Standort Hanau zu sichern und zu stärken wie Geschäftsführer Richard Boulter der Belegschaft in drei Mitarbeiterversammlungen am 18. Februar ausführlich erläuterte.

In diesem Zusammenhang gibt es Überlegungen, bestimmte Fertigungsbereiche in andere Standorte zu verlagern. Davon betroffen sind unter anderem die Teilefertigung und Teile der Rascherstarrung des Geschäftsgebiets Halbzeug und Teile. Die Produktion im Geschäftsgebiet Dauermagnete in China soll ausgebaut werden, um auch weiterhin am Marktwachstum teilnehmen zu können und dadurch wieder wettbewerbsfähiger zu werden. Diese Strategie deckt sich mit der des dritten Geschäftsgebiets Kerne und Bauelemente, das bereits vor einigen Jahren Fertigungsprozesse an kostengünstigere Standorte verlagert hat und damit viele Arbeitsplätze in Hanau sichert.

Auf der anderen Seite betont das Unternehmen ausdrücklich,  dass  der Standort Hanau als Fertigungsstandort und Innovationszentrum für die Schlüsseltechnologien der VAC bestehen bleiben soll. Er soll gezielt auf die veränderten und sich immer schneller weiter verändernden Märkte ausgerichtet und auf lange Sicht nachhaltig gestärkt werden. So soll der Stammsitz der VAC durch jährliche Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in die Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks besonders in profitablen Fertigungsbereichen langfristig abgesichert werden. Die Strategie sieht auch vor, sich weiter auf die eigene Innovationskraft zu konzentrieren und dabei besonders  den technischen Nachwuchs zu stärken, beispielsweise durch die bewährte hauseigene Berufsausbildung.

Die Überlegungen des Unternehmens zielen darauf ab, dass die Umsetzung der nötigen Maßnahmen im vierten Quartal 2015 beginnen und der Großteil dann in den beiden Folgejahren 2016 und 2017 erfolgen könnte. Da sich die VAC als Traditionsunternehmen und einer der größten Arbeitgeber in Hanau und der Region ihrer Verantwortung für die Mitarbeiter und  ihre Familien bewusst ist, will man sich deshalb bei allen notwendigen Schritten in erster Linie auf sozialverträgliche Maßnahmen, wie das Auslaufen von Zeitverträgen, die Nutzung von Möglichkeiten des internen Arbeitsmarktes, das Ausnutzen der natürlichen Fluktuation, Altersteilzeitregelungen oder die Initiierung von Freiwilligenprogrammen mit Aufhebungsverträgen, konzentrieren. Dieser Prozess wird in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und der IG Metall erfolgen. Verhandlungen über einen Interessenausgleich und falls notwendig einen Sozialplan sollen schnellstmöglich aufgenommen werden, wobei betriebsbedingte Kündigungen so weit als möglich vermieden werden sollen.

Nach Ansicht des Unternehmens wird die Neupositionierung die VAC deutlich stärken und sie für ihre  Kunden in einem stagnierenden Markt in Europa wie auch in den Wachstumsmärkten Nord-Amerikas und Asiens konkurrenzfähiger und attraktiver machen. Dies soll in der Folge dazu führen, wieder mehr Geschäft und ein gesundes Wachstum generieren zu können.


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