Das neue Kompetenzzentrum Moulding des Automobilzulieferers Veritas wurde am 20. Juni 2012 eingeweiht.
Die Veritas will in Neustadt 220 neue Arbeitsplätze schaffen. Weitere Expansion nicht ausgeschlossen.
Eine Summe von bis zu 40 Millionen Euro hat die Veritas AG investiert. Bereits seit Ende April werden in Neustadt bei Dresden hochmoderne Produkte für die Automobilindustrie gefertigt: Mehrkomponententeile wie Ventile, Radlaufkühler oder Bugölkühler, Druckfiltergehäuse, Windlaufabdichtungen. Sie werden vornehmlich an bekannte europäische Automobilhersteller geliefert. Die Maschinen, die diese Moulding- bzw. Spritzgießteile herstellen, standen während der Einweihung kurz still. Denn genau acht Monate und 20 Tage hat es gedauert, um eine Brache in einen neuen Industriestandort zu verwandeln: Auf dem Gelände eines ehemaligen Dachziegelwerkes in Neustadt bei Dresden wurde am 20. Juni das neue Kompetenzzentrums Moulding des Automobilzulieferers Veritas eröffnet. Die Geschäftsleitung weihte mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Finanzwesen sowie den Mitarbeitern den neuen Betrieb ein. „Neustadt ist zu einer kleinen Hochburg für die Kunststoffverarbeitung geworden“, sagte Vorstandssprecher Bernhard Beck von der Veritas AG.
Das Unternehmen hätte sich vor genau zwei Jahren vor allem aufgrund der guten Infrastruktur für Neustadt entschieden. Dazu gehört die schnelle Anbindung zur A 4 und der damit kurze Weg zu Automobilbauern in Leipzig oder Dresden. Die Investition sei ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Im Oktober 2011 konnten die Bauarbeiten für das neue Kompetenzzentrum beginnen. Seit fast zwei Monaten laufen die Maschinen. Zur Zeit sind 13 Maschinen in Betrieb. Sie sollen Zuwachs bekommen. Um die 50 Spritzgießmaschinen sollen bis 2016 in Neustadt laufen. Noch boomt der Autoexport. Nicht nur die Technik soll wachsen. Die Veritas Sachsen GmbH will sich in Neustadt weiter entwickeln. Auf dem rund zwölf Hektar großen Grundstück im Industrie- und Gewerbepark sollen weitere Hallen entstehen. „Halten wir an den aktuellen Planung fest, werden in den kommenden vier Jahren insgesamt acht Produktionshallen stehen“, erklärte Bernhard Beck. Im Moment würde erst ein Viertel der Gebäude stehen. Baugenehmigungen für die weiteren Projekte würden in Aussicht stehen. Dieser Expansionskurs wird sich auch auf die Mitarbeiterzahlen auswirken. Derzeit sind knapp 30 neue Angestellte in Neustadt tätig. Bis 2016 soll die Zahl auf 220 wachsen.
Foto: Eignerfamilie (4. und 8. v. l.) , Vorstand (3. und 10. v. l.), Staatsminister (5. v. l.) und weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft durchschneiden das Einweihungsband.
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