Die Sparkasse Hanau hat in einer Veranstaltung den Wohnimmobilienfonds „Catella Wohnen Europa“ als rentierliche Anlagealternative in der derzeitigen Nullzinsphase präsentiert.
Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, erklärte in seiner Begrüßung, dass in absehbarer Zeit von der Europäischen Zentralbank (EZB)keine Abkehr von der derzeitigen Nullzinspolitik zu erwarten sei. Nun sei es Aufgabe der Sparkasse, ihren Kunden attraktive Angebote zu unterbreiten. Dabei sollten bei Anlageentscheidungen auch Wertpapiere mit berücksichtigt werden. So habe die Sparkasse in den vergangenen Jahren den Bouwfonds European Residential oder den Sparkasse Hanau Grimmfonds in ihr Portfolio aufgenommen.
Hermann Köck, Leiter Treasury und ab 1. Juli Vorstandsmitglied der Sparkasse Hanau, erläuterte den derzeitigen geldpolitischen Kurs der EZB. Im März habe die Notenbank die Geldpolitik weiter gelockert. Der Leitzins sei auf null Prozent gesenkt worden, gleichzeitig wurde das monatliche EZB-Anleihekaufprogramm von 60 auf 80 Milliarden Euro ausgeweitet. Die Zinssätze im Interbankengeschäft seien derzeit sogar negativ. So verlange die EZB von den Geschäftsbanken, die ihr Geld dort parken, minus 0,4 Prozent Zinsen. Diese Situation schlage sich daher auch in den Zinssätzen für Tages- und Festgelder nieder.
Als Anlagealternative präsentierte Köck den Wohnimmobilienfonds „Catella Wohnen Europa“, der hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Skandinavien investiert. Der Fokus liegt hierbei auf modernen und bezahlbaren Wohnungen mit stabilem Kapitalfluss, aber auch auf Neuentwicklungen und Objekte mit Renovierungsbedarf. Eine Risikostreuung soll durch den Ankauf von Einzelobjekten in verschiedenen Märkten sowie einem gleichmäßigen Aufbau des Portfolios erreicht werden. Entsprechend dem Grundsatz der sektoralen Diversifizierung sollen unter anderem auch Investments in Nischenmärkte, wie altersgerechte Wohnungen oder Wohnungen für junge Leute erfolgen. Die Mindestanlagesumme liegt bei 50.000 Euro und es wird mit einer Rendite von drei bis vier Prozent pro Jahr gerechnet.
Xavier Jongen, Vorstand bei Catella Real Estate und dort für Wohninvestments zuständig, erläuterte die Situation am deutschen und europäischen Wohnimmobilienmarkt. Seit 1995 seien in Deutschland die Wohnimmobilienpreise in etwa parallel mit der Inflationsrate gestiegen. Es gebe europäische Metropolen, in denen die Preise deutlich stärker angezogen haben als in deutschen Großstädten. Für europäische Wohninvestments bedeutet dies, dass in der Gesamtschau die Wertentwicklung relativ stabil sei und keine großen Schwankungen aufweise. In den vergangenen zehn Jahren habe es hier keine negative Rendite gegeben, so Jongen. Wichtig sei, im Wohnungssektor verschiedener europäischer Länder investiert zu sein, um Wertschwankungen auszugleichen. Zudem liege der Vorteil von Wohnimmobilienfonds wie dem Catella Wohnen Europa darin, dass er Wohnobjekte mit zahlreichen Wohneinheiten bündelt, wodurch das Klumpenrisiko minimiert werde. Jongen gab bekannt, dass der Catella-Fonds unter anderem in Wohnobjekte in Berlin, Dresden, Kopenhagen und Warschau investieren werde.
Foto (von links): Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, Xavier Jongen, Vorstand bei Catella Real Estate, und Hermann Köck, Leiter Treasury und ab 1.Juli Vorstandsmitglied der Sparkasse Hanau.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


















