Das 90 Jahre alte Meisterstück des Firmengründers Karl Ebert ziert den Eingangsbereich des Unternehmens und dokumentiert eindrucksvoll, dass seine eigentliche Passion damals neben Bauteilen für die örtlichen Industriebetriebe dem kunstvollen Verarbeiten des Stahls galt.


Eine anschauliche Fotodokumentation in den Firmenräumen präsentiert die Entwicklungsschritte des Betriebs, der sich nach den Worten von Kaminsky vor allem auch durch die Standorttreue und Heimatverbundenheit zur Brüder-Grimm-Stadt auszeichnet. Selbst als die Raumkapazitäten am ursprüngliche Firmensitz zu klein wurden, so der OB, habe man alles daran gesetzt, um eine Lösung vor Ort zu finden.
Neben dem Stahlhochbau, so die Erläuterungen von Unternehmenschef Dippel, gebe es inzwischen eine wachsende Reihe von Produkten und Dienstleistungen, die der mittelständische Betrieb rund um die Begriffe Schweißen, Stahl und schwere Lasten anbieten könne. Seit der Firmengründung im Jahre 1952 hat sich das Unternehmen nicht nur immer weiterentwickelt, sondern expandiert auch kontinuierlich. Im Jahr 2005 wurde schließlich eine neue Produktionshalle am Hanauer Nordbahnhof in Betrieb genommen, in der eine kostengünstige Fertigung in hoher Qualität möglich ist. 2013 erfolgte die Gründung einer Niederlassung im Industriepark Höchst um noch näher bei den dortigen Kunden zu sein. Noch in diesem Jahr wird die Werkhalle in Hanau um 25 Prozent erweitert. Das Richtfest für die zusätzliche Produktionsfläche konnte gerade dieser Tage gefeiert werden.
Eine große Ingenieurabteilung ermöglicht es dem Hanauer Unternehmen, in vielen Geschäftsfeldern auch Sonderlösungen zu erarbeiten und die Kunden schon in der Angebotsphase kompetent zu unterstützen. „Unser größter Trumpf sind aber unsere 41 Mitarbeiter“, so Firmenchef Dippel und dokumentiert mit diesem großen Lob in Gegenwart des Oberbürgermeisters seine hohe Wertschätzung für die Belegschaft. Von jeher lege man bei Stahlbau Ebert großen Wert auf Aus- und Weiterbildung, was sich unter anderem darin zeige, dass in jedem Lehrjahr zwei bis drei junge Leute ihre Lehre hier beginnen. Besonders stolz ist die Geschäftsleitung, dass in diesem Jahr mit Ugur Burbut, Michael Guth und Engin Özdemir gleich drei Männer einen Meisterkurs der Kreishandwerkerschaft besuchen. Alle drei „waschechte Hanauer“ die bei Stahlbau Ebert als Lehrling angefangen haben, und nun demnächst als Metallbaumeister die große Handwerkstradition in die nächste Generation weitertragen werden.
Wie sich Ökologie und Ökonomie bestens ergänzen können, zeige sich in der Tatsache, dass „jede Schweißnaht der Firma Ebert mit Sonnenstrom geschweißt wird“. Wie Klaus Dippel erklärte, erzeugen die firmeneigenen Photovoltaikanlagen inzwischen den kompletten Strom für Werkstatt und Büro. Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Klimaschonung verschaffe dies auch eine gewisse Unabhängigkeit von den Energiepreisen.
Eine höchst produktive „Unterabteilung“ des Unternehmens hat vor vier Jahren etwas abseits der Werkshalle ihren Platz gefunden. Seit 2012 sind hier vier Bienenvölker heimisch. Aus ihrem Ertrag entsteht alljährlich echtes „Hanauer Handwerkergold“. Dabei ist die Honigabfüllung der Belegschaftsimkerei ein hochgeschätztes Präsent für viele Anlässe – der Firmenbesuch von Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky war denn auch eine solche Gelegenheit, bei der Firmenchef Dippel ein Glas davon überreichte, nicht ohne mit einem Augenzwinkern zu kommentieren, dass Stahlbau Ebert dank der rund 120.000 fleißigen und meist friedlichen „Arbeiterinnen“ sicher einer der Hanauer Betrieb mit der größten Belegschaft ist.
Fotos: Stadt Hanau
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