Körper und Psyche sind nicht voneinander zu trennen, häufig beeinflussen sich diese im Erkrankungsfalle gegenseitig.


Menschen mit körperlichen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs oder einem Herzinfarkt entwickeln unter Umständen psychische Störungen wie Depression oder Angst. Hier spricht die Medizin von „psychischen Störungen bei körperlichen Beschwerden“. Doch auch psychische Probleme können sich als körperliche Störung zeigen. Private oder berufliche Probleme lösen eine psychische Reaktion aus, z.B. Sorgen, Traurigkeit oder Erschöpfung. Diese zeigt sich bei entsprechender Veranlagung in einem körperlichen Symptom, wie beispielsweise Rücken- oder Kopfschmerzen.
Beschwerden dieser Art werden „somatoforme Störungen“ genannt. Betroffene haben verschiedene körperliche Beschwerden, für die keine eindeutige körpermedizinische Ursache gefunden werden kann. „Sie haben nichts“ ist dann die oft verunsichernde Mitteilung nach wiederholten Untersuchungen. Ein rein körpermedizinischer Ansatz greift hier zu kurz. „Ziel der Behandlung ist es, das Verständnis für die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge von Gesundheit und Krankheit zu fördern“, so Dr. Markwort: „Es werden die zugrundeliegenden psychischen Probleme bearbeitet und Techniken zur Besserung der körperlichen Beschwerden vermittelt.“ So lernen die Betroffenen, aktiv ihre Beschwerden zu beeinflussen und wieder mehr Lebensfreude zu entwickeln.
Im Anschluss an den Vortrag beantworten die Ärztinnen gern die Fragen der Besucher. Der Besuch der Informationsveranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Foto: Dr. Susanne Markwort, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Foto: Simone Hügel, leitende Psychologin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
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