Pünktlich zum 1. Januar 2018 begann der US-Bundesstaat Kalifornien mit dem offiziellen Verkauf von Cannabis.
Vor lizenzierten Geschäften bildeten sich zum Teil lange Schlangen mit Menschen, die die Droge nun auch ohne medizinische Begründung erwerben dürfen. Menschen aus anderen US-amerikanischen Bundesstaaten steht es ebenfalls frei, Hanf in Kalifornien zu kaufen. Diese spezielle Form der "Drogen-Freiheit" wird von US-Amerikanern auch kräftig genutzt.
Wer legal kauft, muss mehr Geld bezahlen
Zu Beginn des Jahres wurden an Geschäfte in ganz Kalifornien rund 100 Lizenzen für den Verkauf von Cannabis erteilt. Im Gegensatz zum Verkauf auf dem Schwarzmarkt ist die in den Shops erhältliche Droge jedoch kostenintensiver. Diese Preisunterschiede haben zur Folge, dass die ersten Konsumenten bereits verlauten ließen, Marihuana auch weiterhin auf dem Schwarzmarkt zu erwerben. Aussagen von Beobachtern zufolge darf der Bundesstaat auf jährliche Einnahmen in Milliardenhöhe spekulieren. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass der legale Handel mit Hanf bis etwa 2020 jährliche Zusatzeinnahmen von rund 7 Milliarden Dollar einbringen könnte. Der bevölkerungsreichste Staat aus den USA reiht sich in eine ganze Riege von US-Staaten ein, in denen die Einnahme der Droge auch ohne Angabe von medizinischen Gründen gestattet ist. Im Gegenzug stuft die US-Regierung Cannabis auch weiterhin als ein Betäubungsmittel ein, das mit LSD oder Heroin vergleichbar ist.
Finanzielle Nachteile für Patienten
Hatten US-amerikanische Patienten Cannabis bisher schon auf Rezept erhalten, müssen Betroffene aufgrund der Legalisierung mit finanziellen Konsequenzen rechnen. Seit der Einführung des Cannabis-Gesetzes fallen in Kalifornien Steuern für den Erwerb der Droge an. Durch diese Steuerregelung erhöhen sich die Kosten für die Droge um rund ein Drittel. Ein Päckchen mit 227 Gramm wird in Kalifornien für etwa 43 bis 52 Euro angeboten. Der Staat fordert für den Verkauf von Marihuana sowie ähnlichen Cannabis-Produkten rund 15 Prozent des Kaufpreises. Zudem steht es Städten und Gemeinden frei, zusätzliche Gebühren auf den Anbau oder Verkauf zu erheben. Aufgrund dieser Regelungen werden staatsweit verschiedene Abgabesätze festgelegt, die sich von Ort zu Ort unterscheiden können.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















