Grüne Berufe als Chance für Arbeitsuchende

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Die Zahl der Arbeitslosen (SGB II) hat sich im September 2019 um 172 Personen auf 6.169 im Main-Kinzig-Kreis (MKK) reduziert.

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Die Quote liegt aktuell bei niedrigen 2,7 Prozent. Die Anzahl der Leistungsbezieher nach dem SGB II betrug in diesem Zeitraum 24.124 Personen. Es gelang dem Jobcenter im September 428 Arbeitsuchende in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Zahl der Neuanträge lag bei 424. Im gleichen Zeitfenster nahmen 1.121 Klientinnen und Klienten des KCA-Jobcenters an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung teil – und damit über 150 mehr als im August 2019. Die Bandbreite dieser Maßnahmen ist sehr weit und reicht von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu arbeitsmarkt-nahen Qualifizierungen. Zusätzliche Informationen können Sie der beigefügten Übersicht entnehmen. Schwerpunkt der vorliegenden Monatsmeldung bildet eine Informations-Rundreise zu Grünen Berufen im Kreisgebiet.

Themen-Schwerpunkt September 2019 – Jobcenter organisiert Bus-Tour für Arbeitsuchende

Der Garten- und Landschaftsbau bietet Berufsanfängern und Quereinsteigern ebenso wie die Landwirtschaft einen unkomplizierten Arbeitsmarkt-Zugang. Zugleich sind die Perspektiven in beiden Branchen sehr gut. Der Bedarf an Fachkräften ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Aus diesen Gründen hat das Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) sein Augenmerk unter anderem auf dieses Segment des regionalen Wirtschaftsraums gelegt und dazu erstmals eine Bustour organisiert, um in drei Betrieben über die verschiedenen Berufsfelder zu informieren. „Als Kommunales Jobcenter haben wir immer das Ohr am Puls des Arbeitsmarktes. Neben den Bereichen Pflege, Lager/Logistik oder Güter- und Personenbeförderung rücken nun auch die „Grünen Berufe“ in unseren Fokus“, erläutert Susanne Simmler, Verwaltungsratsvorsitzende des KCA.

Knapp 20 Arbeitsuchende –einige mit Fluchthintergrund – starteten Mitte September vom Gelnhäuser Hauptbahnhof aus auf die Rundreise durch den Main-Kinzig-Kreis (MKK). Erster Stopp war eine Gärtnerei in Meerholz. Hier konnten sich die Mitfahrenden über den breit gefächerten Berufszweig des Garten- und Landschaftsbau informieren, der von der Aufzucht von Zierpflanzen, über den Anbau von Obst und Gemüse bis hin zur Friedhofsgärtnerei reicht.

Zweite Station stellte das integrative Hofgut Marjoss in Steinau dar. Das Behindertenwerk des MKK betreibt dort ökologische Landwirtschaft und erzeugt tierische sowie pflanzliche Produkte in Bio-Qualität. Den letzten Halt bildete der Weidenhof in Wächtersbach-Neudorf – ein in zweiter Generation geführter, Vorzugsmilchbetrieb.

Michael Krumbe, Vorstand des KCA-Jobcenters, nutzte die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen. „Es war ein abwechslungsreicher und intensiver Tag. Ich bin zuversichtlich, dass wir heute einige Menschen für die „Grünen Berufe“ interessieren konnten.“ Dass dieses Interesse in einer konkreten Beschäftigung mündet, stellt das KCA mit einer intensiven Nachbetreuung sicher, die in Form von Einzelgesprächen auf die Rundreise folgte. Wichtiger Partner bei der Planung und Durchführung war das Amt für Umwelt Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises. „Wir betreiben Arbeitsmarktpolitik nicht vom Schreibtisch aus“ betont die Erste Kreisbeigeordnete Simmler. „Nur wer in die Betriebe geht, der versteht auch deren Bedürfnisse sowie Anforderungen und kann sein Handeln danach ausrichten.“ In diesem unbürokratischen Ansatz sieht die Vize-Landrätin eine große Stärke ihres Kommunalen Jobcenters.

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