Stornierungen sowie Beitragsminderungen sind eher selten.

Interesse an neuen Policen

In einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von Heute und Morgen gab jeder fünfte Befragte an, in den nächsten Monaten eine Versicherung abschließen zu wollen – Covid-19 hin oder her. An erster Stelle des Interesses steht die private Zusatzkrankenversicherung, gefolgt von der Kfz-Versicherung und der Rechtsschutzversicherung.

Mit 31 Prozent plante zur Zeit der Befragung besonders die Gruppe der jungen Versicherungskunden (18 bis 30 Jahre) einen Abschluss, ebenso wie junge Familien mit einem Kind unter sechs Jahren (26 Prozent). Befragt wurden 2.000 Menschen im Alter von 18 bis 67 Jahren, Zeitraum der Umfrage war der 17. bis 28. April 2020.

Geringe Anzahl an Stornierungen und Beitragsreduzierungen

Lediglich zwei Prozent der Versicherten haben der Umfrage zufolge die Beiträge für eine oder mehrere Policen ausgesetzt. Betroffen waren in erster Linie Lebens- und Rentenversicherungen sowie private Pflegezusatzversicherungen. Drei Prozent der Befragten haben ihre Versicherungsbeiträge reduziert – entweder durch einen Wechsel in einen günstigeren Tarif oder durch das Ausschließen von Leistungen. Betroffen waren in erster Linie Kfz-Versicherungen, Risikolebensversicherungen, private Krankenzusatzversicherungen sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU).

Finanzberater empfehlen Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade bei einer BU sollten sich Verbraucher jedoch überlegen, ob sie wirklich den Rotstift ansetzen wollen. Versicherungen und Finanzdienstleister wie die DVAG, die MLP Finanzberatung SE oder die tecis Finanzdienstleistungen AG weisen seit langem darauf hin, dass die Absicherung gegen eine Berufsunfähigkeit zu den wichtigsten Versicherungsleistungen gehört. Zudem wird die Wahrscheinlichkeit eines Erwerbsverlustes mit seinen negativen Folgen für die Betroffenen oft unterschätzt. Wie eine Untersuchung der Deutschen Aktuarvereinigung ergeben hat, wird jeder Vierte im Laufe seines Arbeitslebens vorübergehend oder dauerhaft berufsunfähig.

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind dabei vielfältig. Die Finanzexperten von tecis weisen auf ihrer Webseite darauf hin, dass psychische Erkrankungen mit 42,9 Prozent an der Spitze stehen, gefolgt von Tumorerkrankungen mit 12,9 Prozent. Unfälle schlagen mit 12,3 Prozent zu Buche und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mit 9,3 Prozent. Sonstige Gründe für eine Berufsunfähigkeit liegen bei 22,6 Prozent. Als Grundlage für diese Zahlen nennt tecis eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Bund) aus dem Jahr 2015.

Die Pandemie fördert die Beschäftigung mit dem eigenen Versicherungspaket

Ein Ereignis wie die Coronakrise scheint das Interesse am eigenen Versicherungsschutz zu wecken, wie die Studie von Heute und Morgen zeigt: 20 Prozent der Befragten gaben an, sich während des Befragungszeitraums näher mit ihren Policen beschäftigt zu haben. Bei den jungen Familien stieg dieser Wert sogar auf 27 Prozent.

Für die Umfrage-Experten von Heute und Morgen sind diese Werte sehr ungewöhnlich, denn die Policen werden eher selten aus dem Aktenordner geholt. Laut den Marktforschern liegt der Grund für die Lektüre des Kleingedruckten in dem Wunsch, den eigenen Versicherungsschutz in Zeiten der Krise auf Einsparpotenziale zu prüfen.   

Online-Abschlüsse auf dem Vormarsch

Bei der Frage nach dem Kommunikationskanal liegen die digitalen Möglichkeiten weit vorn: 42 Prozent der befragten Personen würden eine Versicherung am liebsten online auf den Webseiten der Versicherungsunternehmen abschließen. Jeder Fünfte informiert sich auf Vergleichsportalen – das sind ebenso viele wie die, die sich nach wie vor persönlich von einem Versicherungsmakler beraten lassen.

Bildnachweis: Pixabay, 870757, Bruno /Germany

BLOG COMMENTS POWERED BY DISQUS

PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von VORSPRUNG!

AnzeigeHarth und Schneider 250 x 300px

Anzeige

Anzeige

werbung1 100Euro

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2

ivw logo