Erster Warnstreik in der Geschichte des TÜV Hessen

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Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten bei der Technischen Überwachung Hessen GmbH, TÜV Hessen, am Mittwoch, 21.4. zu einem ganztägigen Streik auf.

Coronabedingt wird der Warnstreik als stay@home-Streik durchgeführt. Die hessische Streikleiterin und zuständige Gewerkschaftssekretärin Stefanie Mielast: „Es ist der erste Streik beim TÜV Hessen überhaupt und somit auch der erste stay@home-Streik. Die Kolleginnen und Kollegen wollen damit Druck auf die Verhandlungen machen. Sie sind ziemlich sauer über das Angebot der Arbeitgeber, fühlen sich verschaukelt und nicht wertgeschätzt. Sie sind seit über einem Jahr unter erschwerten Bedingungen während der Pandemie im Einsatz. Dies spiegelt sich im Angebot nicht wider.“

Die zirka 1.300 Beschäftigten des TÜV Hessen werden nach einem bundesweiten Tarifvertrag bezahlt. Die Tarifverhandlungen für die insgesamt zehn Bundesländer werden zentral geführt. In bisher vier Runden konnte keine Annäherung erzielt werden. ver.di fordert 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Geld im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. Außerdem sollen ver.di Mitglieder wählen können, ob sie die Erhöhung als Gehalt oder zusätzliche Urlaubstage nutzen möchten. Die Arbeitgeber bieten auf zwei Jahre insgesamt 4,5 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Einen Sockelbetrag für untere Gehaltsgruppen lehnen sie ab, ebenso wie die Wahlmöglichkeit Geld oder Urlaub.

Peter Bremme, ver.di-Verhandlungsführer: „Das Angebot reicht bei weitem nicht aus für einen Tarifabschluss – weder beim Geld, schon gar nicht bei der Wahlmöglichkeit. Für die Beschäftigten, die sich unter anderem um die Sicherheitsprüfung von Atemschutzmasken gegen das Corona-Virus kümmern, Fahrprüfungen trotz Ansteckungsgefahr in engen PKW durchführen oder für die Sicherheit von Atomkraftwerken unter erschwerten Bedingungen sorgen, sind die bisherigen Verhandlungen enttäuschend und das Arbeitgeberangebot das Gegenteil von wertschätzend. Natürlich kann ein stark verbessertes Angebot den Streik am kommenden Mittwoch abwenden.“

Außer in Hessen wird am Mittwoch bei den jeweiligen TÜVs in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Hamburg gestreikt.

Die Tarifverhandlungen werden am Dienstag, 27.April fortgesetzt. Weitere Streiktage sind in Vorbereitung.

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