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Die frühlingshaften Temperaturen an diese, Wochenende locken sowohl zahlreiche Pedelec-Neulinge als auch erfahrene Pedelec-Fans nach der Winterpause auf den Sattel. Mit Blick auf den besorgniserregenden Anstieg getöteter und verunfallter Pedelecfahrer:innen im vergangenen Jahr gibt der ACE Auto Club Europa Tipps für sicheres elektrisches Anradeln in die Saison 2021. Anton Hofmann, Pressesprecher vom ACE - dem zweitgrößten Autoclub in Deutschlands - in der Region Main-Kinzig und Wetterau, traf sich mit dem Radfahrexperten Jürgen Zuschlag und seiner Gattin Edeltraud in Rodenbach um die Ratschläge mit einem Praktiker zu besprechen.

Jürgen Zuschlag organisierte Jahrzehnte für den ehemaligen Radsportverein Rodenbach 1988e. V. Fahrradtouren im und ums Kinzigtal. Seit einigen Jahren trifft er sich mit befreundeten Radfahrer:innen im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rodenbach-Ronneburg zu Ausflugstouren und unterstützt alljährlich tatkräftig die Mechaniker der „ACE Fahrrad Pannenstation“ bei „Kinzigtal total“ mit seinem Wissen und Können. Zuschlag empfiehlt allen Pedelecfahrer:innen die Tipps für sicheres elektrisches Anradeln in die Saison 2021 und begab sich mit seiner Ehefrau und einigen Bekannten auf die erste Tour des Jahres.

1. Pedelec prüfen
Neben den obligatorischen Fahrrad-Einstellungen für eine sichere und bequeme Sitzposition – von der Höhe des Sattels bis zur Neigung des Lenkers sowie der Bremsgriffe – sollten beim Pedelec vor Fahrtantritt stets nicht nur die Licht- und Bremsanlage, sondern auch Funktion und Ladestand des Akkus überprüft werden. Der Reifendruck ist bei den gewichtsintensiven Elektrofahrrädern ebenfalls besonders wichtig. Er sollte nicht nur vor dem Anradeln, sondern regelmäßig mindestens alle zwei Wochen geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden, so der ACE. Der Sollwert ist meist auf der Reifenflanke vermerkt.

2. Übungsfahrt einplanen
Egal, ob im vergangenen Jahr bereits elektrisch geradelt wurde oder nicht: Wer mit dem Pedelec unterwegs sein will, sollte sich nach dem Winter zunächst in einer verkehrsberuhigten Zone an das Fahren mit Elektroantrieb herantasten. Die unerwartet einsetzende Motorunterstützung, das hohe Gewicht und der veränderte Schwerpunkt – je nach Antriebskonzept und Akku-Position – sind nicht nur für Pedelec-Neulinge immer wieder gewöhnungsbedürftig. Auch ist der Bremsweg im Vergleich zum Fahrrad ungewohnt lang und sollte vor der ersten Radtour 2021 getestet werden.

3. Gefahren bewusst machen
Einige Situationen im Straßenverkehr lassen sich nur schwer proben. Doch oft hilft es bereits, sich einige vor der Fahrt bewusst zu machen. So sollten alle, die mit einem Pedelec unterwegs sind, beim Anfahren an einer Steigung besondere Vorsicht walten lassen. Denn das Rad muss zunächst aus eigener Kraft in Gang gebracht werden, bevor der Motor unterstützend eingreifen kann. Deshalb beim Anfahren am Hang am besten einen niedrigen Gang und den höchsten E-Modus wählen, rät der ACE. Gibt es die Fahrumgebung her, dann quer zur Fahrbahn anfahren. Der Fuß zur Hangseite hält den Bodenkontakt, der talseitige Fuß tritt in das auf elf Uhr hochgesetzte Pedal. Wenn das Anfahren zu kraftaufwendig ist, im Zweifelsfall zunächst bergauf schieben, bis wieder ohne großen Kraftaufwand in die Pedale getreten werden kann. Bei der anschließenden Bergabfahrt ist zu beachten, dass durch das höhere Gewicht des Rads auch höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können. Das Bremsen sollte vorsichtig dosiert erfolgen. Dazu Vorder- und Hinterradbremse benutzen und berücksichtigen, dass die Bremswirkung am Vorderrad größer ist. Vorsicht: Das Vorderrad darf nicht blockieren! Vor dem Anhalten empfiehlt es sich immer, in einen niedrigen Gang zurückschalten. Die Kraft des Motors macht zwar teils auch ein anschließendes Anfahren in einem höheren Gang möglich, geht aber auf Kosten der Lebenszeit technischer Komponenten wie beispielsweise der Kette. Auch lässt sich beim Anfahren in einem niedrigen Gang leichter das Gleichgewicht zu halten. Im Frühling können die Straßen durch Niederschlag noch vermehrt feucht und glatt sein. Außerdem ist vielerorts mit beschädigten Straßenoberflächen durch Frost oder auch mit Resten von Rollsplitt zu rechnen. Der ACE empfiehlt deshalb, besser etwas langsamer unterwegs zu sein. Keinesfalls sollten die eigenen Fähigkeiten überschätzt werden. Der Straßenzustand sollte stets im Auge behalten werden.

4. Gegenseitig Rücksicht nehmen
Angepasste Geschwindigkeiten und eine vorausschauende Fahrweise sind im Sinne der Verkehrssicherheit nicht nur beim Anradeln, sondern grundsätzlich Pflicht. Gerade zum Start in die neue Saison sollten sich Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer in Erinnerung rufen, dass sich mit den Zweirädern auf der Straße auch die Verkehrslage anderer Verkehrsteilnehmender verändert. Besondere Aufmerksamkeit ist angesagt. Denn gerade zu Saisonbeginn unterschätzen andere Verkehrsteilnehmende leicht die Geschwindigkeit eines Pedelecs. Gegenseitige Rücksichtnahme ist die Voraussetzung dafür, dass alle sicher unterwegs sind.

Weiterführende Informationen:
Sicherheits-Check für Fahrrad und Pedelec: Fahrsicherheit und Fahrspaß nach der Winterpause

Über den ACE Auto Club Europa:
Klare Orientierung, sichere Hilfe, zuverlässige Lösungen: Der ACE Auto Club Europa kümmert sich seit 1965 um alle mobilen Menschen, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Die Kernthemen des Autoclubs mit rund 630.000 Mitgliedern sind die klassische Unfall- und Pannenhilfe sowie Verkehrssicherheit, Elektromobilität, neue Mobilitätsformen und Verbraucherschutz.

Foto: Jürgen und Edeltraud Zuschlag mit ihren E-Bike/Pedelec auf dem Fahrradweg von Nieder- nach Oberrodenbach unterwegs.

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