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In Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen nutzten sie die Chancen nicht, um über eine konkrete Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen zu sprechen“, berichtet Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Einzel- und Versandhandel: „Stattdessen versteckten sich die Arbeitgeber des gerade in der Corona-Krise umsatzstärksten und gewinnträchtigsten Lebensmittelhandels hinter den durch staatliche Hilfen beim Ausgleich entgangener Umsätze und bei den Personalkosten unterstützten Teilbranchen mit langen Phasen der Kurzarbeit. Dieses Versteckspiel muss aufhören! Denn es verzögert die Verhandlungen unnötig – und es ‚ohrfeigt‘ die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel mit ihren hohen Leistungen und großen Belastungen gerade in Zeiten der Pandemie.“

Deshalb hat ver.di bereits zur 1. Tarifverhandlung am 12. Mai 2021 um 10 Uhr zum Protest vor dem Verhandlungslokal in der Villa Manskopf, Flughafenstraße 4, in Frankfurt aufgerufen. Das Motto lautet: „Beim Klatschen sind sie fix, für die Löhne tun sie nix!“

Wichtige Forderungen der ver.di für den Einzel- und Versandhandel in Hessen:

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat;
  • Vereinbarung eines rentenfesten Mindestentgelts von 12,50 Euro pro Stunde;
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge für die gesamte Branche.
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