Nähe verboten: Sterbebegleitung in der Pandemie

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Obwohl die Begleitung Sterbender auch in den Zeiten des kompletten Lockdowns möglich und von den Einschränkungen explizit ausgenommen war, so hat sich die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes der VMLS in dieser Zeit doch sehr verändert.

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Schutzkonzepte sorgten zwar dafür, dass die Hospizbegleiter weiterhin Betroffene besuchen konnten, aber elementare Dinge mussten entfallen. „In dem Konzept war festgehalten, dass keinerlei Berührung stattfinden durfte. Das bedeutete, wir saßen in Schutzausrüstung mit Abstand bei den Sterbenden und konnten nicht mal eine Hand halten oder jemandem über die Stirn streichen. Das war sehr hart“, sagt Gisela Kuchler, Koordinatorin im VMLS-Hospizdienst. Nicht alle Ehrenamtlichen hätten aus ganz unterschiedlichen Gründen während der Pandemie die direkte Begleitung weitergeführt, doch habe es einen größeren Bedarf an Beratung für Angehörige gegeben: „Diese Unterstützung ging nicht selten auch über das Sterben hinaus. Viele fragten sich, ob sie das Richtige getan haben.“

Um auch während des Lockdowns für die ehrenamtlichen Hospizbegleiter da sein zu können, entwickelte das Hospizteam digitale Formate für Gruppentreffen und Supervision. „Das hat geholfen, konnte aber natürlich den direkten Austausch nicht ersetzen. Kürzlich konnten wir aber wieder ein Gruppentreffen in Präsenz durchführen“, erzählt Kuchler, „die Teilnehmer waren darüber sehr froh und hatten viel zu erzählen. Die Erkenntnis, die alle aus der Zeit der Einschränkungen mitgebracht haben: sie hat Spuren in der Sterbebegleitung hinterlassen.“

Der Ambulante Hospizdienst der Vereinten Martin Luther Stiftung besteht seit 2005 und begleitet Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen in ihrer gewohnten Umgebung daheim, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Die Begleitungen finden im gesamten Main-Kinzig-Kreis statt und können von jedermann in Anspruch genommen werden. Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert oder den einjährigen Vorbereitungskurs (kostenlos) absolvieren möchte, kann sich an das Hospizteam wenden: 0 61 81/29 02 115 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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