Zeitumstellung erhöht Wildunfallrisiko

Verbraucher
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Nach der Zeitumstellung zum Ende der Sommerzeit an diesem Wochenende ist mit erhöhter Unfallgefahr durch Wildwechsel zu rechnen, warnt Kreisvorstandsmitglied und Pressesprecher Anton Hofmann im ACE Kreis Main-Kinzig (MKK) und Wetterau.

wildwechselace_az.jpg

Einer der Gründe: Ab jetzt fällt die Dämmerung in die Hauptverkehrszeiten. Gerade in den Abendstunden müssen Verkehrsteilnehmende mit mehr Wild auf und an der Straße rechnen.

Wildtiere sind im Morgengrauen und bei Abendlicht besonders aktiv. Dabei folgen sie ihrer inneren Uhr und kennen keine Zeitumstellung. Nach dem Wechsel auf die Winterzeit müssen Verkehrsteilnehmende deshalb besonders achtsam unterwegs sein, warnt der ACE, Deutschlands zweitgrößter Auto Club: Da es abends früher dunkel wird, kann es gerade im Feierabendverkehr vermehrt zu Begegnungen mit Rehen, Hirschen, Füchsen, Wildschweinen & Co. kommen. 

In der Winterzeit gilt insbesondere am Abend, aber auch in den frühen Morgenstunden: Tempo drosseln, Straßenränder im Blick behalten und stets bremsbereit sein. Auf Routen am und durch den Wald sowie an Wiesen und Feldern ist die Wahrscheinlichkeit für Wildwechsel besonders hoch. Warnschilder sind unbedingt zu beachten, betont der ACE. Aber auch diskretere Hinweise sollten nicht unbemerkt bleiben: Sichtbare Hochsitze der Jägerinnen und Jäger beispielsweise sind Anzeichen dafür, dass Wildtiere jederzeit die Fahrbahn überqueren können.

Richtiges Verhalten bei Tieren am Straßenrand

  • Lenkrad festhalten, keine riskanten Ausweichmanöver riskieren. 
  • Geschwindigkeit möglichst ohne scharfes Abbremsen, den Nachfolgeverkehr berücksichtigend, reduzieren. Vorausschauend fahren. 
  • Fernlicht ausschalten. Abblenden und kurzes Hupen sorgen meist dafür, dass die Tiere weglaufen. 
  • Mit mehreren Tieren rechnen, die hintereinander die Fahrbahn überqueren.

Richtiges Verhalten nach einer Kollision mit Wild

  • Ruhe bewahren.
  • Warnblinker anschalten.
  • Warnweste anlegen.
  • Unfallstelle absichern.
  • Bei Verletzten: 112 wählen und Erste Hilfe leisten.
  • Immer: Die Polizei und einen Jäger bzw. eine Jägerin verständigen.
  • Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen lassen.
  • Verletztes oder totes Wild niemals anfassen, verfolgen bzw. mitnehmen. Zum einen stresst es das verletzte Tier noch mehr, wenn sich Menschen nähern oder es gar berühren. Zum anderen besteht die Gefahr, dass das Tier aus Angst panisch reagiert und den Helfenden verletzt.