Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt?

Verbraucher
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern nach wie vor nicht angekommen.

Dies spiegelt sich auch in sämtlichen Statistiken der Grundsicherung für Arbeitsuchende wieder.

Die 16 hessischen Kommunalen Jobcenter setzen sich täglich für eine Chancengleichheit von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ein. Auch genau dafür ist in jedem Kommunalen Jobcenter die Stabsstelle einer Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) installiert. Diese unterstützt und berät in Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Frauenförderung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei beiden Geschlechtern. Yasmin Schilling ist die BCA des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) im Main-Kinzig-Kreis. Interessenten erreichen sie unter 06051/9741-41710 sowie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Chancengleichheit endet nicht vor dem Besuchertisch. Die hessischen Kommunalen Jobcenter gehen mit sehr gutem Beispiel voran. So sind dort mehr als zwei Drittel der Beschäftigten Frauen. Auch im Bereich der Führungskräfte hat sich dort in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel vollzogen. Waren vor 10 Jahren Frauen in Führungspositionen noch die Ausnahme, sind inzwischen über 50 % der Führungskräfte weiblich.

Das KCA liegt bei der Gleichberechtigung von weiblichen Beschäftigten und Führungskräften voll im Trend. Das zeigt sich nicht nur in der Person der KCA-Vorstandsvorsitzenden Beate Langhammer. Unter den neun Referats- und Bereichsleitungen der obersten Führungsebene befinden sich immerhin 5 Frauen. Auch bei den Team- und Sachgebietsleitungen setzt sich dies fort.

„Noch vor einem Jahrzehnt sah die Personalstruktur in der öffentlichen Verwaltung häufig so aus: Die Masse der Beschäftigten war weiblich, die Führungsriege männlich dominiert“, erläutert Beate Langhammer und führt fort: „Das Bild hat sich inzwischen deutlich geändert.“ Sie legt Wert auf die Feststellung, „dass es natürlich nicht darum geht, eine Benachteiligung durch eine andere abzulösen. Vielmehr gilt unser Augenmerk der fachlichen und sozialen Qualifizierung eines Menschen. Wir streben danach, für jede Position und jede Rolle die optimale Besetzung zu finden – unabhängig von der geschlechtlichen Identität.“ Beate Langhammer beobachtet einen zunehmenden Kulturwandel in ihrer Organisation. „Wir haben inzwischen erste Beschäftigte, die sich als non-binär ausweisen. Das erlebe ich als sehr erfrischende Form von neuer Normalität, die sich auch in unserem Selbstverständnis gegenüber den Klient*innen manifestiert.“

So fördere das KCA seit vielen Jahren weibliche Arbeitsuchende generell und alleinerziehende Mütter im Besonderen mit speziellen Qualifizierungsangeboten. „Ein schönes und sehr etabliertes Beispiel ist die Maßnahme ‚Karrierestart mit Kind‘, bei der wir es den Frauen ermöglichen, Seminar-begleitend den PKW-Führerschein zu absolvieren. Mobilität ist in einem Flächenlandkreis ein wesentlicher Schlüssel für die berufliche Integration.“
Mit gezielten persönlichen Ansprachen, Beratungsgesprächen sowie passgenauen Unterstützungen und Qualifizierungen stärken die Kommunalen Jobcenter Frauen im SGB II-Leistungsbezug darin, (wieder) in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Fuß zu fassen. Damit leisten die Kommunalen Jobcenter ihren Beitrag für einen chancengleichen Arbeitsmarkt in Deutschland – ein Feld, auf dem auch in Zukunft noch großer Handlungsbedarf besteht. Dies immer gemäß dem Credo #Stark.Sozial.VorOrt.

Foto (von links): Beate Langhammer, Vorstandsvorsitzende des KCA-Jobcenters, und Yasmin Schilling, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im KCA.