Das Vulvakarzinom ist nicht nur eine bislang seltene aber inzwischen auch bei jungen Frauen auftretende und immer häufiger werdende bösartige Tumorerkrankung, sondern auch eine, die bei den Betroffenen häufig Schamgefühle hervorruft.
Das Vulvakarzinom ist nicht nur eine bislang seltene aber inzwischen auch bei jungen Frauen auftretende und immer häufiger werdende bösartige Tumorerkrankung, sondern auch eine, die bei den Betroffenen häufig Schamgefühle hervorruft.
Doch Hemmungen können auch einer notwendigen und erfolgreichen Behandlung im Wege stehen. Deshalb lädt das Klinikum Hanau zu einer Informationsveranstaltung ein unter dem Titel „Krebs des äußeren Genitale – Vulvakarzinom (K)ein Tabuthema?!“ In diesem Patientenseminar informiert Claudia Braun von der Selbsthilfegruppe VulvaKarzinom-SHG e.V. Wilhelmshaven.
Das Patientenseminar findet am Dienstag, 21. Mai 2013, auf Einladung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Hanau statt. Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Veranstaltungsort ist der Neubau auf dem Klinikgelände (Leimenstraße 20, Gebäude HB, 5.OG, Konferenzraum 115). Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lebendige Perspektiven“ statt.
Die Veranstaltungsreihe „Lebendige Perspektiven“ ist ein Projekt des Krebsschwerpunktes der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Hanau und der Frauenselbsthilfe nach Krebs (Gruppe Hanau und Gruppe Maintal). „Bei unserem interdisziplinären Informationsangebot für Patienten ergänzt persönliches Erfahrungswissen ärztliche Expertise auf bestmögliche Art“ erläutert der Ärztliche Direktor Dr. André Michel.
Die VulvaKarzinom-Selbsthilfegruppe (SHG) e.V. vertritt die Interessen von Frauen, die an einem Vulvakarzinom oder einer Vorstufe erkrankt sind. Denn diese Erkrankung ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt, obwohl die Zahlen seit Jahren steigen. Nach einer aktuellen Schätzung der Krebsregister, erkranken in Deutschland jährlich zwischen 3.800 und 5.300 Frauen erstmalig an einem Vulvakarzinom. Die Selbsthilfegruppe möchte deshalb aufklären und betroffene Frauen zusammenführen.
Die Gruppe will aber nicht nur Frauen in einer schwierigen Lebenssituation unterstützen, sondern mit ihrem Wissen auch einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung leisten. Die SHG betont: „Wir möchten betroffenen Frauen durch unsere Erfahrungen einen Anhaltspunkt geben, welche modernen operativen Therapieverfahren es gibt und was bei einer seltenen Erkrankung wichtige Mindestkriterien bei der Therapie sein sollten, um ein Maximum an Lebensqualität erhalten zu können. Außerdem möchten wir bestehende Tabus und Vorurteile gegenüber unserer Erkrankung beseitigen. Niemand sollte sich für eine Krebserkrankung, ganz gleich welcher Art, schämen müssen.“
Das Programm der onkologischen Patientenseminare „Lebendige Perspektiven“ können Sie telefonisch unter (0 61 81) 296 – 33 29 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos bestellen oder im Internet (www.klinikum-hanau.de) einsehen und downloaden.
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