Abfallmengenbilanz 2021: Bioabfälle nehmen deutlich zu, Sperrmüllaufkommen geht zurück

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464 Kilogramm Haushaltsabfälle sind im Jahr 2021 durchschnittlich pro Person in Hessen angefallen. Das waren 5 Kilogramm pro Person bzw. 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bioabfälle und Hausmüll machten mit jeweils 144 Kilogramm pro Person den größten Teil der Haushaltsabfälle aus. Die Abfallmengenbilanz 2021 gibt einen umfassenden Überblick über die Haushaltsabfälle in Hessen.

Die Gesamtmenge der Haushaltsabfälle in Hessen hat im Jahr 2021 um 32 100 Tonnen auf fast 2,92 Millionen Tonnen zugenommen. Das entspricht einem Anstieg von 1 Prozent bzw. 5 Kilogramm pro Person gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt fielen im Jahr 2021 durchschnittlich 464 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Person in Hessen an.

Aktuellen Ergebnissen der Abfallmengenbilanz zufolge machten die organischen Bioabfälle mit 909 300 Tonnen (144 Kilogramm pro Person) den größten Anteil der Haushaltsabfälle aus. Dicht dahinter folgte der Hausmüll mit 909 100 Tonnen (144 Kilogramm pro Person). Auf getrennt erfasste Wertstoffe entfielen 864 900 Tonnen (137 Kilogramm pro Person) und auf Elektro- und Elektronikaltgeräte 45 900 Tonnen (7 Kilogramm pro Person). Die Sperrmüllmenge belief sich auf 185 600 Tonnen (29 Kilogramm pro Person).

Deutlich mehr Bioabfälle

Im Jahr 2021 fielen insgesamt 9 Prozent mehr Bioabfälle (plus 12 Kilogramm pro Person) als im Vorjahr an. Über zwei Drittel der Bioabfälle (618 000 Tonnen) wurden über die Biotonne erfasst, das waren 7 Prozent mehr als 2020. Das restliche Drittel (291 300 Tonnen) stammte aus der Grünschnittsammlung von Garten- und Parkabfällen, die um 13 Prozent zunahm.

Viele Gebiete in Hessen verzeichneten im Jahr 2021 höhere Bioabfallaufkommen. Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen im Vergleich zum Vorjahr mehr Niederschläge, was sich positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkte. Außerdem führte der Schwalm-Eder-Kreis 2021 als letzter Kreis in Hessen eine Biotonne zur getrennten Erfassung von Bioabfällen ein. In anderen Kreisen ging die Einführung von Biotonnen in der Regel mit einem höheren Aufkommen von getrennt erfassten Bioabfällen und tendenziell sinkenden Hausmüllmengen einher.

Starker Rückgang beim Sperrmüll

Nachdem im Vorjahr bei einigen Abfallarten deutliche Zunahmen zu verzeichnen waren, gingen die Mengen im Jahr 2021 wieder zurück. Der Sperrmüll nahm um 8 Prozent bzw. 3 Kilogramm pro Person ab. Im ersten Corona-Jahr 2020 war das Sperrmüllaufkommen bundesweit ungewohnt deutlich gestiegen, in Hessen hatte es um 15 Prozent bzw. 4 Kilogramm pro Person zugenommen. Bei den Elektro- und Elektronikaltgeräten war 2021 ein Rückgang der Abfallmenge von knapp 1 Kilogramm pro Person (minus 8 Prozent) zu verzeichnen.

Außerdem verringerte sich die Menge an getrennt erfassten Wertstoffen aus kommunaler Sammlung – hauptsächlich Papier, Pappe und Karton sowie Holz – um knapp 3 Prozent bzw. 2 Kilogramm pro Person. Dies entsprach ungefähr den Zunahmen im Jahr 2020. Bei den Verpackungen ging die gesammelte Menge von Altglas im Jahr 2021 um rund 3 Prozent bzw. knapp 1 Kilogramm pro Person zurück. Die Leichtverpackungen, die typischerweise über die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack gesammelt werden, nahmen dagegen um knapp 4 Prozent bzw. 1 Kilogramm pro Person zu. Das Hausmüllaufkommen nahm um 1 Prozent bzw. 2 Kilogramm pro Person gegenüber dem Vorjahr ab.


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