Sprossenfenster: Moderne Ausstattung für ältere Gebäude

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Wer denkt, dass Sprossenfenster komplett aus der Mode gekommen sind, begeht einen Irrtum. In der gesamten Bundesrepublik Deutschland gibt es noch rund fünf Millionen Gebäude, die aus der Zeit vor 1950 stammen.



Allein in Hessen bringen es rund 340.000 Gebäude auf dieses Alter. Damals waren Sprossenfenster üblich und vielerorts sorgen Denkmalschutzauflagen dafür, dass auch bei Modernisierungen und energetischen Sanierungen ausschließlich Fenster mit einer Sprossenteilung zum Einsatz kommen dürfen.

Moderne Fenster beseitigen Nachteile älterer Sprossenfenster

Glücklicherweise geht der Denkmalschutz bei den meisten Objekten nicht so weit, dass auch der Schattenwurf mit den historisch üblichen Sprossen (im Volksmund Stege oder Streben genannt) stimmen muss. Das verschafft den Immobilienbesitzern einen Vorteil, denn sie können moderne Sprossenfenster aus Kunststoff kaufen, bei denen sich die Sprossen im Inneren der Verglasungen befinden. Dadurch stören sie beim Putzen nicht. Lediglich eine geringe Beeinträchtigung beim Putzen geht von den aufgesetzten Sprossen aus, die aus flachen Metallschienen bestehen. Sie werden häufig als optisches Highlight silberfarben oder schwarz gespritzt und kommen besonders oft in Eigenheimen im Landhausstil vor.

Klassische Anordnung der Sprossen ist ebenfalls verfügbar

Wer strenge Denkmalschutzauflagen erfüllen muss oder einfach ein Fan der Sprossenfenster ist, kann sich auch Varianten bestellen, bei denen die Streben auf der Innen- und Außenseite der Verglasungen aufgeklebt sind. Die meisten Händler bieten die Sprossen als optionales Extra für fast alle Modelle der Holzfenster und Kunststofffenster an. Denkbar sind sowohl vertikale als auch horizontale Streben. Praktischerweise können Sprossen nach Maß sogar als Ersatzteile bestellt werden. Das hat den Vorteil, dass jederzeit eine Nachrüstung möglich ist.

Schränken Sprossen die Nutzung von Fensterzubehör ein?

Die Antwort ist ein klares Nein. Sprossen haben üblicherweise maximal die Tiefe der Rahmenprofile. Das heißt, sie stehen nicht über die Oberflächen der Rahmen hinaus. Dadurch ist die Kombination von Sprossenfenstern mit Rollläden und Außenjalousien genauso möglich wie mit Sonnenschutzrollos oder Innenjalousien. Auch einer Kombination mit einem modernen und zuverlässigen Insektenschutzsystem steht kein Hindernis im Weg, egal ob sich die Immobilienbesitzer für Schiebesysteme oder Insektenschutzrollos entscheiden.

Worauf bei der Auswahl der Sprossenfenster achten?

Neben der Optik und dem Nutzerkomfort ist die Qualität der Wärmedämmung ein sehr wichtiges Kriterium. Dabei kommt es vorrangig auf die Art der Verglasung an. Wer im 21. Jahrhundert noch zu Modellen mit Doppelverglasung greift, verschenkt immenses Potenzial von Einsparungen bei den Heizkosten und bürdet der Umwelt und dem Klima vermeidbare Belastungen auf. Die Dreifachverglasung ist in jedem Fall ratsam, weil sie im Vergleich zur Doppelverglasung deutlich geringere Wärmeverluste aufweist.

Beim Kauf von Sprossenfenstern ist es außerdem wichtig, auf eine „warme Kante“ zu achten. Dabei handelt es sich um eine neue Generation von Abstandshaltern zwischen den einzelnen Scheiben. Sie bringen die Nachteile der klassischen Abstandsprofile aus Aluminium (Bildung von Kondenswasser entlang der Scheibenränder) nicht mehr mit. Außerdem reduzieren sie die Wärmeverluste über die Randverbünde der Verglasungen, weshalb sie auch die Bezeichnung „warme Kante“ tragen. Die Premiumvariante dieser Anstandshalter trägt zusätzlich zu einer Verbesserung der Einbruchschutzwirkung bei.

Warum ist eine Fenstersanierung gerade jetzt interessant?

Trotz aller Kürzungen im Bundeshaushalt sind einige Förderungen für Immobilienbesitzer glücklicherweise erhalten geblieben. Dabei handelt es sich unter anderem um die Zuschüsse, die beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle zur Verbesserung der thermischen Isolierung beantragt werden können. Zu den förderfähigen Maßnahmen gehört auch der Austausch von Fenstern. Dabei hat die Bundesregierung eine niedrige Einstiegsschwelle gesetzt, denn bereits für Bruttoaufwendungen ab 300 Euro ist ein Zuschuss möglich. Er liegt aktuell bei bis zu 15 Prozent der förderfähigen Aufwendungen. Das heißt, die BAFA-Förderungen sind für Besitzer von Eigenheimen ebenso interessant wie für die Besitzer von Mehrfamilienhäusern. Dabei ist wissenswert, dass auch Sonnenschutzeinrichtungen gefördert werden können, wenn sie eine optimale Versorgung der Innenräume mit natürlichem Tageslicht garantieren.


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