Was am Anfang als Hype begann, hat sich mittlerweile fest in den Alltag integriert – Kryptowährungen. Länder, wie El Salvador, führten beispielsweise den Bitcoin als offizielle Landeswährung ein, während diverse Online-Shops ihren Kunden Kryptowährungen als Zahlungsmittel anbieten.
Selbst der Zahlungsdienstleister Paypal ist im Oktober 2020 auf den Zug aufgesprungen und mit der europäischen MiCA-Verordnung öffnet sich auch langsam die Regierung für dieses Thema! Aber auch für Anleger sind Kryptowährungen eine wahre Goldgrube, schauen Sie sich hierzu einfach mal den Bitcoin Kurs in USD der vergangenen 15 Jahre an. Dennoch stellt sich oftmals die Frage: Was sind Kryptowährungen eigentlich und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich?
Was sind Kryptowährungen eigentlich?
Kurz und knapp: Kryptowährungen sind ein digitales Zahlungsmittel, welches nicht in physischer Form erhältlich ist. Den Namen haben Bitcoin, Ethereum & Co. übrigens der kryptografischen Verschlüsselung zu verdanken, die für den Schutz der Informationen eingesetzt wird. Alle Transaktionen und Daten der Nutzer werden zuerst verschlüsselt und anschließend auf einem dezentralen Netzwerk (Blockchain) gespeichert.
In dieser Blockchain finden Sie alle Transaktionen, die jemals über das Netzwerk erfolgten. Um die Transaktion zu bestätigen, müssen die Computer im Netzwerk komplexe Rechenaufgaben lösen. Sobald diese gelöst sind, werden sie zu einem Block zusammengefasst und an den vorherigen Transaktionsblock gekettet – so entsteht also eine Kette aus unzähligen Transaktionen. Das ist der Punkt, weshalb die Blockchain als äußerst manipulationssicher gilt! Hacker müssten nämlich nicht nur eine Transaktion hacken, sondern alle vorherigen Transaktionen manipulieren, was nahezu unmöglich ist.
Wer hat die erste Kryptowährung erfunden?
Der Ursprung der Kryptowährungen geht bereits bis zum Anfang der 1990er-Jahre zurück. In einem E-Mail-Chat diskutierte eine Gruppe von Programmierern, wie sie die Privatsphäre im Internet besser schützen. Der Grundstein der Cypherpunk-Bewegung wurde gelegt! Mitglied dieser Gruppierung ist auch der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto. Ob eine Gruppe oder eine einzelne Person hinter dem Pseudonym steckt, ist bis heute ein Rätsel. Erst kürzlich vermutete der US-Fernsehsender HBO keinen Geringeren als Peter Todd hinter dem Namen. Dieser streitet diese Vermutung bis heute vehement ab.
Satoshi Nakamoto hat in Zeiten der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 ein 8-seitiges Whitepaper präsentiert – sein Grundgedanke des Bitcoins. Eine digitale Währung, die unabhängig von staatlichen Institutionen agiert und für jedermann zugänglich ist. Wenige Monate später veröffentlichte er dann den Bitcoin, der bis heute ein voller Erfolg ist. Neben ihm gibt es aktuell laut Statista noch circa 9.861 weitere Kryptowährungen.
Zu den beliebtesten gehören:
- Bitcoin
- Ethereum
- Binance Coin
- Cardano
- Solana
- Ripple
Welche Vor- und Nachteile bringen Kryptowährungen mit sich?
Kryptowährungen bringen gleichermaßen gewisse Vor- beziehungsweise Nachteile mit sich.
Vorteile:
- Unabhängigkeit von Finanzsystem
- weltweite Nutzung ohne vorherigen Währungstausch
- Transparenz
- Stabilität, da beispielsweise der Bitcoin auf maximal 21 Millionen Coins begrenzt wurde
Nachteile:
- anonymes Zahlungsmittel, was sich auch Kriminelle zunutze machen können
- bisher nur bedingt als Zahlungsmittel akzeptiert
- Proof-of-Work-Konsensmechanismus verbraucht enorm viel Energie
Obwohl Kryptowährungen sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen, eröffnen sie eine neue Dimension des Finanzwesens und der Technologie, die bereits jetzt einige Branchen prägt. In Zukunft nehmen sie wahrscheinlich noch mehr Einfluss, und die Akzeptanz, beispielsweise bei Online-Shops, wird steigen.
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