Ökologischer Fußabdruck der Technologie: Wie kann man ressourcenschonender leben?

Verbraucher

Ohne Technologie geht es weder im Job noch im Privatleben. Von Haushaltsgeräten einmal abgesehen, sind vor allem Smartphone, Computer, Laptop, Tablet und andere Kommunikationsmittel die wichtigsten Tech-Gadgets, die jeder nutzt. 

Thermo Sun

Die Herstellung kostet allerdings nicht nur Energie und Wasser, sondern vor allem Ressourcen. Um den eigenen ökologischen Fußabdruck trotzdem nicht überzustrapazieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ressourcenschonender zu leben.

Nicht immer das neueste Produkt besitzen müssen

Gerade im Bereich der Smartphones kommen ständig neue Geräte auf den Markt. Wer gerade neu kaufen muss, schafft sich mit einem iPhone 17 natürlich ein hochmodernes Produkt mit Langlebigkeit und guter Qualität an. Ein Neukauf macht aber nur dann Sinn, wenn das alte Smartphone nicht mehr funktioniert. Ist das vorhandene iPhone 16 noch intakt, kann es weitergenutzt werden.

Soll es doch ein neues Gerät sein, sollten die Altgeräte im Umlauf bleiben. Anstatt die wertvollen Ressourcen in der Schublade zu parken, macht es mehr Sinn, sie in Zahlung zu geben und so wieder der Nutzerkette zuzuführen.

Gut zu wissen: Viele der beliebten Refurbished-Händler wie Back Market verkaufen nicht nur, sondern kaufen auch alte Geräte an. Sind sie noch verkehrstauglich, werden sie aufbereitet und dann weiterverkauft. So kann eine andere Person noch Spaß mit dem Gerät haben, das man selbst aussortiert hat.

Refurbished kaufen statt neu

Wer sich für den Kauf von refurbished Tech-Geräten entscheidet, spart Ressourcen und nebenbei auch noch Geld. Refurbished bedeutet nicht, dass es sich um mangelhafte Ware handelt. Stattdessen gehen hier Tech-Produkte über den Ladentisch, die zuvor überprüft und aufbereitet wurden. Bei Smartphones wurde beispielsweise in vielen Fällen der Akku getauscht, damit das Gerät beim neuen Besitzer seine Leistungsstärke nicht verliert.

Refurbished funktioniert aber nicht nur bei Smartphones, auch Computer und Laptops werden zunehmend auf dem zweiten Markt gehandelt.

Aus Käufersicht sollte es sich beim Verkäufer immer um einen bekannten Händler handeln und nicht um eine Privatperson über Kleinanzeigenportale. In letzterem Fall erfolgt der Verkauf „wie gesehen“ und es gibt in der Regel kein Rücknahmerecht. Gibt das Smartphone dann nach zwei Wochen seinen Geist auf, bleibt der Käufer auf den Kosten sitzen.

Reparieren statt neu kaufen wird wieder mehr zum Trend

Lange Zeit wurden primär Wegwerfprodukte im Tech-Bereich hergestellt. Was nicht mehr funktionierte, wurde weggeschmissen, die Ressourcen manchmal nicht einmal recycelt. Das soll sich nun ändern, indem Produkte stärker auf Reparaturfähigkeit ausgerichtet werden. In der Bevölkerung zeichnet sich bereits ein positiver Trend ab, Reparatur-Cafés erfreuen sich großer Beliebtheit, wobei es auch hier seriöse und unseriöse Angebote gibt.

Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt es sich kaum, wenn für den Austausch eines kaputten Handydisplays bei einem älteren Smartphone 250 oder 300 Euro hingeblättert werden müssen. Wenn faire Anlaufstellen allerdings zum kleineren Preis reparieren, kann sich das trotzdem lohnen.

Gut zu wissen: Viele Refurbished-Händler kaufen auch Tech-Geräte mit schwachen Akkus oder kleinen Defekten. Sie verfügen über spezialisierte Werkstätten und Werkzeuge, um die Geräte aufzubereiten und zu reparieren. So spart man sich selbst den Arbeitsaufwand und die Kosten, bekommt noch einen fairen Ankaufspreis und kann sich guten Gewissens ein neues Handy kaufen.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de