Die gemeinnützige Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e.V.) bewirbt sich beim bundesweiten Wettbewerb „chrismon liebe erde“ unter der Rubrik „Wiederverwerten“ und präsentiert so ihr Engagement für Umwelt und Natur einer breiten Öffentlichkeit.
Das evangelische Monatsmagazin chrismon sucht in dem Publikums- und Jurywettbewerb noch bis zum 04. April Projekte, die bereits heute zeigen, wie ein Beitrag für morgen geleistet werden kann und fördert sechs davon mit insgesamt 6.000 Euro.
Die GNA tritt mit ihrem Projekt „Handys für den Laubfrosch“ an, denn allein in Deutschland werden Jahr für Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft. In den meisten Fällen ersetzt ein neues Handy ein altes Mobilfunkgerät. Und: die Einsatzzeit eines Handys ist kurz. Im Schnitt wird jedes Gerät gerade einmal 18 Monate benutzt, um dann wieder ersetzt zu werden. So kommen allein durch Handys vorsichtigen Schätzungen zufolge jährlich 5.000 Tonnen Elektronikschrott zusammen, von denen ein Großteil nicht in den Rohstoffkreislauf zurück findet. Hier greift die GNA ein: Der durch das Handyrecycling erzielte Erlös fließt in das Artenschutzprojekt Laubfrosch, in dessen Rahmen das Vorkommen des Europäischen Laubfrosches in den Kinzigauen von Langenselbold und Hasselroth betreut wird. Der Erfolg von Maßnahmen, die die Naturschutzorganisation initiiert, plant und durchführt, wird ständig überprüft. Die Laubfrosch-Kartierungen bestätigen eine tendenziell erfreuliche Entwicklung, die sich sicherlich auf die in der Zwischenzeit verstärkt durchgeführten Maßnahmen zurückführen lässt. Während in Hessen die Laubfroschpopulationen meist rückläufig sind, erweist sich das Vorkommen an der unteren Kinzig als das Einzige, das sich nicht im Rückwärtstrend befindet, sondern als eines, das sich zunehmend stabilisiert und sogar anwächst. Ziel des Artenschutzprojektes ist es, für den Laubfrosch ein Verbundsystem von Lebensräumen, insbesondere von Laichplätzen, neu zu schaffen und langfristig zu erhalten.
„Zu unseren Engagement zählt die jährliche Bestandserhebung mit einer Auswertung der Ergebnisse ebenso wie die Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen.“, erläutert die GNA-Biologin Susanne Hufmann das Projekt. „Damit gemeint sind Gewässersanierungen, die Anlage und Pflege von Flutmulden und Tümpeln sowie deren Vernetzung zu einem lokalen Verbundsystem. Von 2008 bis heute hat die GNA mehr als 20 Gewässer neu angelegt, Flutmulden gepflegt sowie viele Tümpel tiefgreifend saniert. Bitte stimmen Sie für uns ab, damit wir auch in Zukunft weitermachen können.“
Über eine mögliche Projektförderung entscheiden sowohl das Online-Publikum als auch eine Jury: Jeder kann online und ohne Angaben persönlicher Daten mitentscheiden, welche Projekte in das Finale der TOP 15 vom 01. bis 04. April einziehen. Das Umwelt- und Naturschutzprojekt „Handys für den Laubfrosch“ benötigt daher jede Stimme, um einen der drei Publikumspreise zu erhalten. Unabhängig von der Stimmenzahl vergibt eine Jury zusätzlich Förderpreise in drei Kategorien. Weitere Informationen zum GNA-Projektund dem Förderwettbewerb erhalten Sie auf www.chrismon-liebe-erde.de. Zur Abstimmung gelangt man auch über www.gna-aue.de.
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