„Der Hausarzt der Zukunft ist eine Frau“

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„Die klassische Einzelpraxis auf dem Land hat in Zukunft ausgedient“, sagte Ferdinand Gerlach, Deutschlands oberster Gesundheitsweiser, bei der Abschlussveranstaltung zum hr-iNFO-Funkkolleg Gesundheit am Montagabend im Hessischen Rundfunk (hr).

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Die Lösung könne in lokalen Gesundheitszentren liegen, in denen vier bis sechs Ärzte, Pflegekräfte und Medizinisch-Technisches Personal arbeiten. Besonders komme dies dem Umstand entgegen, dass künftig rund siebzig Prozent der angehenden Mediziner weiblich sein wird: „Der Hausarzt der Zukunft ist eine Frau“, so Gerlach bei der hr-iNFO-Podiumsdiskussion über Wege zur Verbesserung des Gesundheitssystems. Frauen – und Männer - bräuchten Arbeitsbedingungen, unter denen sie Familie und Beruf vereinbaren können.

Um eine gerechte und bedarfsorientierte Verteilung der Gelder zu gewährleisten, forderte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner die Vermeidung von Doppelstrukturen im Gesundheitswesen. Nicht jedes Krankenhaus müsse alle Leistungen anbieten. „Es kann nicht sein, dass Kliniken sich untereinander Konkurrenz machen und Patienten abwerben, um einen wirtschaftlichen Vorteil zu gewinnen“, sagte Grüttner. Bei aller Strukturdebatte dürfe aber die ärztliche Kunst und die individuelle Behandlung von Patienten nicht ins Hintertreffen geraten, forderte der Bad Homburger Neurologe und Arzt für Chinesische Medizin Michael Hammes.

Auch die Patienten sollten zu einem verbesserten Gesundheitssystem beitragen. „Es wäre vielleicht angezeigt, dass Patienten auch ihr eigenes Anspruchsdenken kritisch hinterfragen“, sagte Sozialminister Grüttner. Ferdinand Gerlach schlug in diesem Zusammenhang ein „unabhängiges Institut für Gesundheitswissen“ vor, wo Patienten und Ärzte einen guten Überblick über den Stand der Forschung bekommen können. „Dann muss nicht immer Dr. Google befragt werden, dessen Informationen nicht immer ausgewogen, seriös und unabhängig sind“, so Gerlach.

Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion sind am Sonntag, 21. September, um 7, 16 und 22 Uhr und danach als Podcast in hr-iNFO zu hören. Mehr Informationen unter www.hr-inforadio.de.


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