Statistiken zufolge leiden bundesweit rund 30 bis 70 Prozent aller Patienten nach Operationen unter leichten bis starken Schmerzen.
Statistiken zufolge leiden bundesweit rund 30 bis 70 Prozent aller Patienten nach Operationen unter leichten bis starken Schmerzen.
Das muss aber nicht sein. Wie eine moderne und effektive Schmerzmedizin heutzutage arbeitet, stellt deshalb der Leitende Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. med. Gerald Häufler, im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau vor. Es findet am Mittwoch, 3. Dezember 2014, um 17.30 Uhr in der 5. Etage des HB-Gebäudes (Neubau) statt und dauert zirka eineinhalb Stunden.
Akute und kurzzeitige Schmerzen haben normalerweise eine Warnfunktion für den Körper. Doch wenn sie chronisch werden oder in Folge einer Krankheit oder eines operativen Eingriffs entstehen, ist medizinische Hilfe notwendig. Das schmerzfreie Krankenhaus gehört deshalb zu den zentralen Zielen der Klinik für Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Denn Patienten möchten keine Schmerzen haben und nicht an Übelkeit leiden.
In der Klinik stehen heute vielfältige und moderne Behandlungsmethoden zur Linderung und Vermeidung von Schmerzen zur Verfügung. Zum Aufgabengebiet der Klinik gehört – neben Narkosen und Regionalanästhesien – ganz wesentlich die Schmerztherapie nach operativen Eingriffen und rund um die Geburt. So möchten zum Beispiel viele Schwangere keine Schmerzen empfinden. Gleichzeitig besteht aber manchmal auch Sorge gegenüber Schmerzmedikamenten. Aber die Narkoseverfahren sind sicher und beeinträchtigen das ungeborene Kind nicht. Auch darüber wird der Leitende Oberarzt Dr. Gerald Häufler sprechen.
Die Schmerztherapie hat in den vergangenen Jahren - vor allem durch den vermehrten Einsatz von Epidural- und Regionalanästhesie-Kathetern mit patientengesteuerten Pumpensystemen - eine wachsende Bedeutung erlangt. Außerdem gibt es im Klinikum einen „Akutschmerzdienst", und die Mitarbeiter bieten Schmerzberatungen (Konsile) bei Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen an. Zudem kümmern sich „Pain Nurses“, speziell ausgebildete Krankenschwestern, intensiv um die Schmerzbehandlung der Patienten.
„Um die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren, kooperiert das Klinikum Hanau im Rahmen der Arzt-Patienten-Seminare mit dem Verein Gesundes Hanau e.V.“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. med. André Michel. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Raumkapazität auf 50 Personen begrenzt. Der Eintritt ist kostenfrei.
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