Wer draußen regelmäßig intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist, gehört zur Risikogruppe derer, die mit höherer Wahrscheinlichkeit an Hautkrebs erkranken.
Wer draußen regelmäßig intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist, gehört zur Risikogruppe derer, die mit höherer Wahrscheinlichkeit an Hautkrebs erkranken.
In Hessen gibt es daher die Initiative "Schatten, Shirt & Sonnencreme – Sportler gegen den Hautkrebs", um Freizeit- und Profisportler über die Gefahr durch Hautkrebs aufzuklären. Die Initiative richtet sich vor allem an regionale Sportvereine und bietet diverse Infomaterialien und zahlreiche Vor-Ort-Aktionen an – viele davon auch mit kindgerechten Informationen. Solche Aufklärungskampagnen werden immer wichtiger, denn die Zahl der Krebspatienten wächst in Deutschland immer weiter an. Alleine im letzten Jahr erkrankten weit über 400.000 Menschen an Krebs. Zu den häufigsten Erscheinungsformen zählt der Hautkrebs, dessen Neuerkrankungsrate sich seit 2004 vervierfacht hat.
In der Hautkrebsprävention haben viele Deutsche akuten Nachholbedarf. In einer Studie der Universität Erlangen wurden insgesamt 3000 Eltern nach den Risikofaktoren der Sonnenstrahlung befragt. Nur 14% der Befragten konnten alle Risiken korrekt aufzählen und die Gefahren richtig einordnen. Zwar waren sich viele Eltern der Gefahren der direkten Sonneneinstrahlung für ihre Kinder bewusst, wussten allerdings nicht, dass auch bei bewölktem Himmel schwere Hautschäden entstehen können. Das kann verheerende Auswirkungen für die Kinder der Befragten haben. Mit einer UV-Schädigung im Kindesalter wird häufig der Grundstein für viele Hautkrankheiten gelegt, die im Laufe des späteren Lebens auftreten. Dazu zählt auch der Hautkrebs. {jathumbnail off}
Die Bekämpfung von Hautkrebs hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Neue Behandlungsmethoden kommen inzwischen als Alternative oder Ergänzung zur Chemotherapie in Betracht – so beispielsweise die Immuntherapie. Bei dieser wird das Abwehrsystem des Patienten mit dem Wirkstoff GcMAF behandelt und so in die Lage versetzt, den Krebs eigenständig zu bekämpfen. Mit einem Vitamin D-Binde-Protein wird eine Prozesskette im Körper in Gang gesetzt, die die körpereigenen T-Zellen aktiviert, die daraufhin gezielt gegen die resistenten Krebszellen vorgehen.
Laut Weltgesundheitsorganisation ließe sich die Zahl der Krebsopfer weltweit halbieren, wenn man den modernsten Stand der Technik nutzen würde. Notwendig sind neben neuen Behandlungsmethoden aber auch zeitgemäße Formen der Prävention. Hauptaugenmerk sollte laut WHO auf der Reduzierung der Neuerkrankungen liegen, da schon mithilfe einfachster Methoden viel Leid verhindert werden kann.

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