Das Klinikum Hanau möchte auf die Risiken des Genusses von Alkohol während der Schwangerschaft aufmerksam machen.
Das Klinikum Hanau möchte auf die Risiken des Genusses von Alkohol während der Schwangerschaft aufmerksam machen.
Die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft werden oft verharmlost oder nicht ausreichend wahrgenommen. „Es sollte einem bewusst sein, dass jeder Schluck Alkohol zum Kind gelangt. Für das Kind ist Alkohol ein Schadstoff, der während der Schwangerschaft vermieden werden sollte“, erläutern Herr PD Dr. med Thomas Müller, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Herr Dr. Krill, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Sie stehen für die Teams der beiden Kliniken, die das einzige Eltern-Kind-Zentrum der höchsten Versorgungsstufe im Main-Kinzig-Kreis bilden. Ein Zentrum zur optimalen Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen. Seit 1999 wird jedes Jahr am 09. September in vielen Ländern der Tag des alkoholgeschädigten Kindern und Jugendlichen begannen. Durch Informationskampagnen, wird unter anderem auf die mit einer alkoholbedingten Schädigung geborenen Kindern aufmerksam gemacht.
Durch den Genuss von Wein, Sekt, Bier oder Spirituosen während der Schwangerschaft, können angeborene körperliche und geistige Behinderungen verursacht werden. Diese Schäden fassen Ärzte unter dem Begriff Fetales Alkoholsyndrom (FAS), auch Alkoholembryopathie (FE) genannt, zusammen. Nur eine von fünf Frauen soll während der Schwangerschaft konsequent auf jeglichen Alkoholkonsum verzichten, alkoholbedingte Schädigungen sind die häufigste Ursache vorgeburtlich entstehender geistiger oder körperlicher Schädigung ohne genetischen Einfluss. Im Durchschnitt soll eines von 300 Neugeborenen in Deutschland ein fetales Alkoholsyndrom aufweisen.
Ist die Organbildung des Ungeborenen bereits abgeschlossen entstehen keine oder geringere körperliche Fehlbildungen. Jedoch kann eine Schädigung des Zentralen Nervensystems mit der Folge verhaltensbezogener Störungen vorkommen. Für diese „abgeschwächte“ Form des Fetalen Alkoholsyndroms wird der Begriff Fetale Alkoholeffekte (FAE) genutzt. In Deutschland sollen jährlich etwa 4.000 Kinder mit dieser Schädigung geboren werden. Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD) ist die für alle Formen einer alkoholbedingten Schädigung umfassende Bezeichnung. Auf weitere circa 11.000 bis 16.000 Kinder wird die Dunkelziffer geschätzt. Seite 2
Die häufigsten Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind geistige Behinderung, Intelligenzminderungen, Verhaltens-, Lern- und Schlafstörungen. Aber auch Minderwuchs, Hörstörungen, Herzfehler und andere Fehlbildungen.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de