Corona hat uns fest im Griff

Vogler
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Im Sommer wurden sie noch milde belächelt, Virologen und Ärzte, die vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie gewarnt haben.

In den sozialen Medien wurde teilweise kübelweise Hohn und Spott ausgegossen über all diejenigen, die es wagten, von einer zweiten – möglicherweise weit schwereren Welle – zu warnen. Es wurde lustig gefeiert. Nicht nur an den Gestaden des Mittelmeeres. Auch vor Ort gab es Partys, die in den lauen Sommernächten oft lange andauerten, meist bis der Morgen graute. Als dann in Frankfurt am Opernplatz (aber auch anderenorts) diese Festivitäten ausuferten, war sich der OB in Frankfurt nicht zu schaden, in mitleidserheischenden Worten für die Feierlustigen in gewisser Weise um Verständnis zu werben. Hinzu kamen groß angelegte private Feiern. Sie fanden in einer Weise statt, als hätte es Corona nie gegeben und als würde es auf wundersame Weise auch nie wieder kommen.

Die ersten Herbsttage haben uns alle eines Besseren belehrt. Covid 19 hat sich mit aller Macht zurückgemeldet. Wissenschaft, Medizin und Politik haben folglich in den vergangenen Tagen ihre Schwerpunkte neu setzen müssen. Zwar ist die Situation hierzulande bei Weitem nicht so brenzlich, wie in einigen europäischen Nachbarländern. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen: Das böse Virus hat sich zu einem ständigen, lästigen Begleiter entwickelt. Nichts deutet daraufhin, dass es uns alsbald freiwillig den Rücken kehren wird.

Positiv stimmt derzeit nur die Tatsache, dass die Spitzenpolitiker eine weitgehend einheitliche Gangart anstreben. Ob alle Maßnahmen wirksam, richtig und sinnvoll sind, wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen. Es scheint jedoch für jeden Einzelnen einsichtig sein, dass es besser ist, die eine oder andere Einschränkung im Alltag hinzunehmen, als auf der Intensivstation eines Klinikums behandelt werden zu müssen. In Corona-Zeiten üben sich auch Juristen und Gerichte, um über unsere Lebensverhältnisse zu entscheiden. Ob deren Fachkompetenz mit der von Ärzten und Virologe in dieser Pandemie mithalten kann, daran gibt es allerdings berechtigte Zweifel...

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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