„Rundfunkbeitrag“ stabil?

Vogler
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Für alle Bundesbürger war das eine gute Nachricht: Das Land Sachsen-Anhalt verweigert seine Zustimmung zur Erhöhung des Rundfunkbeitrages, vulgo auch GEZ-Gebühr oder Rundfunksteuer.

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Der Aufschrei, der durch alle öffentlich-rechtlichen Kanäle erscholl, war gigantisch. Ausgewogene Berichterstattung? Fehlanzeige!

Wie immer die Motive des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt auch ausgesehen haben, Fakt ist, er hat die Vorlage zur Erhöhung der „Rundfunksteuer“ zurückgezogen. Damit ist für´s Erste die Steigerung vom Tisch. Gleichzeitig wurde endlich eine Diskussion um das Finanzgebaren der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ausgelöst. Jetzt soll das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob und in welcher Höhe alle Bundesbürger zur Kasse gebeten werden.

Vergleicht man den jährlichen Umsatz der drei größten deutschen Medienkonzerne, Springer, Gruner & Jahr und Burda mit insgesamt rund 7,3 Milliarden Euro mit den Einnahmen der Rundfunksteuer in Höhe 8,7 Milliarden wird schnell deutlich, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ein veritables Finanzproblem haben. Sie verfügen – die Einnahmen des Werbefernsehens nicht gerechnet – über Geldmittel, von denen andere Medienschaffende nur träumen können. So gesehen ist es sehr verständlich, wenn sich Widerstand gegen die neuerliche Erhöhung der Gebühren regt.

Ein Weiteres kommt hinzu: Von den Programmen von ARD und ZDF wenden sich die Zuschauer in Scharen ab. Bei jungen Leute liegt ihr Anteil zum Teil im einstelligen Prozentbereich. Überdies zahlen die Öffentlich-Rechtlichen Renten und Pensionen in einer Höhe, die in vielen Fällen nicht nachvollziehbar ist. Und jede einzelne Sendeanstalt der ARD hält sich gut dotierte Intendanten, auch dies ein Kostenfaktor, für den Zuhörer und Zuschauer wenig Gegenleistung erhalten.

Wäre im Gegenzug das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm herausragend gut, dann würde es sicherlich weniger Kritik an steigenden Kosten geben. Dem ist aber nicht so. Politisch präsentieren ARD und ZDF in erster Linie sozialistisch-grün-urbanen Zeitgeist. Andere politische Strömungen finden kaum bis gar nicht in den Programmen ihren Niederschlag. Und was den Sport angeht, alimentieren ARD und ZDF mit Millionen-Beträgen den Profi-Fußball und damit die teilweise obszön überzogenen Gehälter von Profikickern. Deshalb: Chapeau Herr Dr. Haseloff! Die angestoßene Diskussion war schon lange überfällig!

* * * * *

Liebe Leserinnen und Leser, mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in den weihnachtlichen „Lockdown“. Die nächste Kolumne erscheint am letzten Januarwochenende 2021. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit, frohe Feiertage und bleiben Sie gesund!

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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