Corona-Krise: Den Profisportlern geht es deutlich besser

Vogler
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An den Auswirkungen und persönlichen Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie kommt aktuell niemand vorbei.

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Viele Aktivitäten sind derzeit nur eingeschränkt möglich. Das trifft insbesondere das Vereinsleben im allgemeinen und den Breitensport im Besonderen. Viele Sportvereine, die ihre Aktiven mit ehrenamtlichen Mitarbeitern trainieren und betreuen kochen derzeit auf „Sparflamme“, und bei noch längeren Zwangspausen droht selbst diese Sparflamme zu verlöschen. Da geht es den Profisportlern – besonders in den Fußballligen – deutlich besser. Gewiss, sie müssen in den Stadien auf die Anfeuerungsrufe ihrer Zuschauer verzichten, aber die durchaus stattlichen Gehaltszahlungen und ggfls. Werbeeinnahmen laufen ja weiter. Damit sind sie zumindest wirklichen Existenzsorgen enthoben, eine Tatsache, die viele Selbstständige derzeit von sich nicht behaupten können.

Ob Fußball, oder auch Handball, um zwei Beispiele zu nennen, wirklich systemrelevant sind, mag einmal dahingestellt bleiben. Fußball, von dem es heißt, er sei eine der schönsten Nebensachen der Welt, macht auch bei den Zuschauern am Bildschirm Spaß und bringt sicherlich Freude in den Alltag, der derzeit wenig Abwechselung bietet. Ob der Verzicht auf dieses Vergnügen wirklich zu einer massiven Einschränkung im Leben führt, bleibt allemal dahingestellt. Es deutet vieles darauf hin, dass wirtschaftliche Interessen eine bedeutendere Rolle spielen.

Besonders pikant dabei ist, dass ein beträchtlicher Teil der üppigen Gehaltszahlungen an die Profi-Vereine und deren Spieler aus den hohen Vergütungen bezahlt werden, die von den öffentlich-rechtlichen – aber auch privaten – Rundfunkanstalten überwiesen werden. Was die Privaten betrifft, müssen die Verantwortlichen in den Funkhäusern diese Zahlungen vor ihren Anteilseignern verantworten. Und im Gegensatz zu privaten Fernsehabbos ist bei der Gebühreneinzugszentrale keine Kündigung möglich. Bei den öffentlich-rechtlichen sieht das eben etwas anders aus. Vor dem Hintergrund der Kritik an den regelmäßigen Gebührenerhöhungen des „Staatsfernsehens“ wären hier Einsparungen in stattlicher Millionenhöhe möglich. Gerade in Corona-Zeiten wäre dies ein kluger Beitrag zu einer gerechten Lastenverteilung gewesen.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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