Wetter und Klima machen was sie wollen

Vogler
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Väterchen Frost hat das Corona-Virus in den Medien von Platz eins verdrängt. Gewiss, eisige Nächte hat es auch in den vergangenen Jahren gegeben.

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Diesmal ist es jedoch etwas anders. Es handelt sich nicht um eine einzelne Nacht mit knackigen Minusgraden, sondern um eine längere Periode, in der das Thermometer Tag und Nacht deutlich unter dem Nullpunkt verweilt. Zweistellige Zahlen in Minus-Bereich beschäftigen uns bereits seit gut einer Woche und ein baldiges Ende können die Meteorologen noch nicht sicher vorhersagen.

Vorausgegangen waren überdies kräftige Niederschläge, zunächst Schnee, dann heftiger Regen und dann wieder Schnee in stattlichen Mengen. Der Schnee bereitet nicht nur den Kindern große Freude, die häufig genug das Haus hüten müssen, weil Kitas und Schulen geschlossen sind. Mit Genugtuung verfolgen auch Landwirte und Forstleute das Wettergeschehen. Seit geraumer Zeit ist es das erste Mal, dass im Winter kräftige Niederschläge fallen, um die in den vergangenen beiden Sommerperioden stark ausgetrocknet Böden wieder nachhaltig zu befeuchten. Hochwasser und sanfte Schneeschmelze sind jetzt ein willkommenes Naturereignis. Dies lässt darauf hoffen, dass im kommenden Frühling und Sommer die Vegetation wieder üppig sprießen und gedeihen kann und der Grundwasserspiegel langsam wieder steigt.

Das aktuell kalte und feuchte Winterwetter ist sicherlich kein Anlass, die warnenden Stimmen in Sachen „Klimawandel“ zu überhören. Aber: Tiefsttemperaturen von Minus 23 Grad und mehr werden von den Wetterfröschen schon als Rekord bezeichnet, der seit vielen Jahren in Hessen nicht mehr gemessen wurde. Damit bewahrheitet sich auch eine Volksweisheit, wonach die Natur auf ihre Weise für einen gewissen Ausgleich sorgt. An Extreme in Winter und Sommer werden wir uns wohl oder übel gewöhnen müssen.

Es gilt dabei auch, Aussagen von „Experten“ mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Es ist schließlich noch gar nicht lange her, da gab es Warnungen von Fachleute – oder solchen, die sich dafür hielten – wonach es in unseren Breiten eigentlich überhaupt keinen richtigen Winter mit Frost und Schnee mehr geben werde. Ein Blick aus dem Fenster offenbart das Gegenteil. Bei allen Meldungen, die ein Katastrophenszenario präsentieren, ist also Vorsicht geboten. Das ist aber kein Freibrief für Klimaleugner. Panikmache bedingt durch Überhitzung, eine heraufziehende neue Eiszeit oder fehlende Niederschläge ist gleichwohl nicht angebracht.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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