Kommunalwahl: Ohne "dickes Fell" geht es nicht

Vogler
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Das Straßenbild ändert sich aktuell massiv: Rechts und links der Fahrbahnen stehen vielerorts wieder Plakate der politischen Parteien und bereiten so rein optisch auf die bevorstehende Kommunalwahl am 14. März 2021 vor.

Dem Publikum präsentieren sich allerorts wieder einmal die Damen und Herren, die sich für die kommenden fünf Jahre um ein Mandat in Städten und Gemeinden, dem jeweiligen Kreistag und – soweit vorhanden – im Ortsbeirat bewerben. Dem Vernehmen nach hatten nahezu alle Parteien und Wählergemeinschaften zum Teil erhebliche Schwierigkeiten, ausreichend und geeignete Bewerber zu finden, die sich in den Dienst der Kommunalpolitik stellen.

Diese Situation ist durchaus nachvollziehbar. Das öffentliche Engagement erfordert nicht allein einen beträchtlichen Zeiteinsatz und teilweise auch das sprichwörtliche „dicke Fell“, denn immer öfter werden Personen des öffentlichen Lebens angepöbelt. Das gilt besonders dann, wenn Entscheidungen getroffen werden, die zwar im Interesse des Gemeinwesens nötig aber unpopulär sind. Das gilt besonders für alle Maßnahmen, die den Menschen vor Ort neue oder höhere Kosten als bisher aufbürden.

Demgegenüber erschallt der Ruf nach öffentlichen Wohltaten – möglichst zum Nulltarif – immer lauter. Möglichst geringe oder keine Kita-Gebühren, der Besuch in den Frei- und Hallenbädern soll ebenfalls wenig Kosten und die Angebote in diesen Einrichtungen sollten an Komfort und Freizeitspaß keine Wünsche offen lassen. Unsere Schulen sollen ebenfalls bestens ausgestattet sein, Krankenhäuser die Patienten bestens versorgen und viel anderes mehr. Dem stehen durch die derzeitig Corona-Pandemie deutlich verminderte Steuereinnahmen gegenüber. Folgt man der Argumentation der politischen Linken, dann liegt das Heil in einer weiter deutlich erhöhten Verschuldung, notfalls müsse die Bundesbank respektive Europäische Zentralbank eben Geld drucken. So einfach scheint das zu sein. Aber: Schulden sind stets eine Lastenverteilung zu Lasten der nächsten und übernächsten Generation.

Eine weitere Möglichkeit der finanziellen Krisenbewältigung ist die süße Droge „Inflation“. Unter dieser schleichenden Geldentwertung leiden vornehmlich sozial Schwache. Die im März gewählten Volksvertreter für die kommunale Ebene stehen dann wohl vor der schwierigen Aufgabe, Leistungen einzuschränken, Steuern und Abhaben zu erhöhen oder neue Schulden zu machen. Es vieles deutet darauf hin, dass alle drei Optionen in den kommenden Jahren zur Anwendung kommen werden.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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