Die Inzidenzwerte steigen wieder und das in einem Maße, der zu ernsthafter Besorgnis Anlass gibt. Damit gehen wir alle in das zweite Jahr der Pandemie und das aktuelle Regierungshandeln verheißt absehbar keine durchgreifende Erleichterung im täglichen Leben und vor allen Dingen während der Freizeit. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Kontaktbeschränkungen werden uns zunächst weiter erhalten bleiben.

Nur zur Erinnerung: Im Spätherbst wurde von den Regierungen in Land und Bund eine spürbare Lockerung für das Frühjahr in Aussicht gestellt. Seit Herbst vorigen Jahres steht zudem Impfstoff zur Verfügung, zunächst im geringen Umfang, jetzt mehr und schon setzte bei „Nebenwirkungen“ eine Diskussion ein, die das Risiko an Corona zu erkranken und - unter widrigen Umständen – sogar zu sterben - außer Acht lässt. Hier hätten sich viele Menschen etwas mehr Zivilcourage seitens der zuständigen Minister gewünscht. Damit wäre zumindest für Menschen ohne Thromboserisiko die Impfung möglich gewesen.

Das Thema „Impfung“ ist für die EU im allgemeinen und für Deutschland im besonderen kein Ruhmesblatt. Das gilt sowohl für die Bereitstellung der Vakzine, als auch für die Organisation. Zwar haben die Kommunen vergleichsweise schnell die Impfzentren geschaffen. Ihre Auslastung ist bislang entsprechend gering. Dabei ist Impfen derzeit das einzig probate Mittel, um der Pandemien Herr zu werden. Hier sind viele andere Länder viel besser aufgestellt, als die Bundesrepublik. Die aktuelle Quote für Hessen beträgt nicht einmal zehn Prozent (bei den Erstimpfungen) und bewegt sich im Mittelfeld gesamten Republik. Dabei müsste jetzt die Losung lauten: Impfen was das Zeug hält!

Bislang hat die überwiegende Zahl der Menschen in Deutschland die Maßnahmen der Regierenden überwiegend geduldig hingenommen oder besser gesagt ertragen. Jetzt bricht sich ein veränderter Trend Bahn. Wenn Reisen nach „Malle“ ohne Test und ohne Quarantäne gestattet sind, die Übernachtung in einer Ferienwohnung im Vogelsberg oder im Bayerischen Wald mit Strafe bedroht wird, dann steht zu befürchten, dass die Akzeptanz rasch schwindet. Dieses Regierungshandeln ist nicht mehr vermittel- und erklärbar. Ein Arzt aus der Intensivstation des Klinikums Langen hat es auf den Punkt gebracht: „Warum gestatten wir nicht gleich Fernreisen nach Brasilien?“ Es bleibt zu hoffen, dass Ärzte und Pflegepersonal nicht wieder die Fehlentscheidung von Bundes- und Landesregierungen ausbaden müssen, die aktuell kein sehr vorteilhaftes Bild abgeben.

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Liebe Leserinnen und Leser! Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in eine österliche Pause – natürlich am heimischen Herd. Anfang Mai melde ich mich dann wieder. Ungeachtet aller Corona-bedingten Einschränkungen wünsche ich Ihnen ein schönes, entspanntes und vor allen Dingen gesundes Osterfest!

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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