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Neben dem alles überragenden Thema „Corona“ bot die CDU viele Anlässe, ihre Entscheidungen zu bewerten. Die Attribute für die Unionschristen reichen dabei von lächerlich, unverständlich bis hin zur Selbstaufgabe. Aktuell steht jetzt aber wieder einmal „Klima“ und „Erderwärmung“ auf dem Themenzettel der Redaktionen von Funk, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Dabei geht es nicht so sehr um eine neutrale Berichterstattung, sondern oft nur um Agitation in eine bestimmte Richtung. Und wehe dem, der diesem Trend nicht folgt. „Klimaleugner“ hat sich dabei fast zu einer schmeichelhaften Bezeichnung gemausert. „Nazi“ und ähnliche Bezeichnungen stehen im Netz häufig auf der Tagesordnung von Netzwerkern und „Meinungsmachern“ für all diejenigen, die sich mit dieser Angelegenheit kritisch auseinandersetzen. Allerdings machte 2021 der kälteste April seit Jahrzehnten einen feinen Strich durch die „Agitations-Rechnung“.

In dieses Stillleben passt auch die Tatsache, dass sich das Berufsbild von Journalisten stark gewandelt hat. In den Redaktionsstuben gilt schon lange nicht mehr das Portrait des neutralen Berichterstatters als Vorbild, der Vorgänge aus unterschiedlicher Sicht für sein Publikum beleuchtet. Heute ist „Haltung“ gefordert. Wenn zwei Chefredakteure des stern, Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless, ihre Zusammenarbeit mit Fridays for Future erklären, dann wird klar, wohin die deutsche Journaille steuert und welche Ziele sie verfolgt.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Natürlich ist jeder Journalist und Redakteur frei, sich für gesellschaftliche und/oder politische Ziele zu engagieren. Kommentare sind erwünscht und tragen sinnvoll zu einer Ergänzung der Berichterstattung bei. Wenn sich die Führungsspitze eines Mediums aber mit einer Nicht-Regierungs-Organisation gemein macht, dann hat man sich von Neutralität und vielfältiger Darstellung unterschiedlicher Positionen verabschiedet. Der Leser entscheidet nicht mehr, welcher Einschätzung er zuneigt. Diese „Entscheidung“ beeinflussen die Mediengestalter in ganz besonders subtiler Art. Wenn dieser Prozess dann noch zentral gesteuert wird, ist schwer verdaulicher „Einheitsbei“ angerichtet.

In dieses Szenario passt nahtlos, dass die Bundesregierung mit teuren Anzeigenaufträgen - unter anderem in den sozialen Netzwerken - mit einem Preisschild für die CO2-Steuer wirbt. Wohlgemerkt: Kein Aufruf zur Sparsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen, sondern Werbung zur Steigerung der Abgabenlast zu Gunsten des Staates! Wo bleibt da der kritische Journalismus? Wenn für Steuern und wohl bald auch für Steuererhöhungen mit Steuergeldern die öffentliche Meinung beeinflusst wird, dann haben sich viele Medien als „kritisches Regulativ gegenüber der Obrigkeit“ selbst abgeschafft.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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