Holzknappheit in Baumärkten?

Vogler
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Wer aktuell Haus und Garten verschönern möchte und dazu Kanthölzer, Dachlatten oder andere Holzprodukte benötigt, der wird in den Baumärkten oder beim Fachhandel mit drastischen Preissteigerungen konfrontiert.

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Außerdem sind einzelne Qualitäten beim Holz derzeit faktisch nicht verfügbar – auch nicht für viel Geld und/oder guten Worten. Was ist passiert? Die Experten sehen in der Preisexplosion für Holz verschiedene Gründe. Da ist zunächst einmal eine starke Steigerung der Nachfrage zu beobachten. Die aktuelle Corona-Pandemie hat viele Menschen veranlasst, die eigene Terrasse oder den Garten zu verschönern und für nahezu alle Arbeiten wird Holz in unterschiedlichster Form benötigt. Genau dies hat zu einer Verknappung geführt. Außerdem war Holz in Deutschland bislang – gemessen an vielen internationalen Märkten – sehr günstig zu haben.

Die enormen Unterschiede bei den deutschen und internationalen Holzpreisen hat überdies zu einem starken Exportboom geführt. Da es unter anderem in den USA und in China eine gute Konjunktur für die Bauwirtschaft gibt, war es für Sägewerke und Holzhändler ein lukratives Geschäft, Kanthölzer und Co. zu verladen, und in diesen Ländern gewinnbringend zu verkaufen. Dies spülte deutlich mehr Geld in die Kasse, als wenn diese Produkte im Inland angeboten werden, und genau dies wirkt sich gegenwärtig aus. Unter der jetzigen Situation leiden aber nicht allein die Heimwerker. Dem Vernehmen nach haben insbesondere Schreiner und viele andere Handwerker, die im Bauwesen tätig sind, erhebliche Schwierigkeiten, nicht nur die benötigten Hölzer zu beschaffen. In einzelnen Bereichen hat dies dem Vernehmen nach bereits in einigen Fällen zu Kurzarbeit geführt, weil die vorliegenden Aufträge bedingt durch Materialmangel nicht ausgeführt werden können. Damit ergibt sich die paradoxe Situation, dass im Handwerk die Auftragsbücher gut gefüllt sind, die benötigten Baustoffe aber nicht zur Verfügung stehen.

Eine Trendwende ist für die nahe Zukunft nicht in Sicht. Erst wenn der Holzeinschlag in den deutschen Wäldern fühlbar erhöht wird, ist mit Besserung zu rechnen. Was die Preisgestaltung betrifft werden dann aber die Waldbesitzer ein Wörtchen mitreden. Eines ist dabei sicher: Die Holzpreise werden deutlich nach oben gehen.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (70) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2011 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.

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