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Nachdem sich der Pulverdampf des Wahlkampfes verzogen hat, präsentiert sich die hiesige Region politisch in einer stark veränderten Farbe. Beide Wahlkreise 180 Hanau und Main-Kinzig/Wetterau II gingen für die CDU krachend verloren. Dass es der Newcomer Wiegelmann (CDU) bei politischem Gegenwind schwer haben würde, sich gegen Bettina Müller (SPD) durchzusetzen, war erwartet worden. Dass aber die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion gegen den einen SPD-Neuling sang und klanglos unterging, lässt tiefe Rückschlüsse auf das Ansehen der zugleich als CDU-Kreisvorsitzende amtierenden Dr. Katja Leikert zu.

Einer weiteren Entwicklung gilt es ins Auge zu schauen. Die AfD war vor vier Jahren keine politische Eintagsfliege, die genauso verschwinden würde, wie sie gekommen. Diese Gruppierung hat sich offensichtlich dauerhaft auf der politischen Bühne etabliert. Die anderen Parteien haben es offensichtlich nicht geschafft, Wähler in so großer Zahl zurück zu gewinnen, dass man von einer „Splitterpartei“ sprechen kann, die sich nahe der Fünf-Prozent-Hürde bewegt. Dies trifft dann schon eher auf die Linke zu, die sich lediglich dank dreier Direktmandate im Osten als Fraktion in den Bundestag retten konnte. In unserer Region spielt die Linke definitiv keine Rolle.

Mit dem Ergebnis der Bundestagswahl verstätigt sich gleichzeitig ein Trend, der bei den jüngsten Kommunalwahlen abzusehen war: Die einstigen Volksparteien müssen sich die Stimmen zunehmend mit kleineren Parteien und vor Ort auch mit lokalen Wählergruppen teilen. Das schlägt sich natürlich in den jeweiligen Regierungsmehrheiten nieder. So gesehen kann sich der Main-Kinzig-Kreis glücklich schätzen, dass es „nur“ zwei Koalitionspartner gibt. Das Wählerverhalten bei den jüngsten Bundestagswahlen lässt aber erwarten, dass es künftig auch vor Ort der Kooperation mehrerer Parteien und Wählergruppen bedarf, um stabile Mehrheitsverhältnisse herbeizuführen.

Was sich auf dem ersten Blick als Schwierigkeit darstellt, könnte aber auch zu einer Entspannung des politischen Klimas in den Parlamenten beitragen, denn es gilt künftig über den eigenen politischen Tellerrand hinauszuschauen. Der politische Widerpart von Heute könnte ja der Partner vor Morgen sein!

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (71) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Mitarbeiter mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern arbeitet der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" für namhafte Fachpublikationen. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Medien hat er dabei nie verloren: Als Redakteur betreut er gegenwärtig das Mitarbeitermagazin "WIR" der Oikos-Gruppe (Bien-Zenker Living- und Hanse Haus) und leistet für mehrere Unternehmen in ganz Deutschland "Formulierungshilfe" für deren Öffentlichkeitsarbeit. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt.



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