Diese Entscheidung kam spät, hoffentlich nicht zu spät. Ein ähnliches Problem besteht akut im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Das Beifallklatschen während der Corona-Pandemie für die überaus stark belasteten Beschäftigten klingt noch in unseren Ohren nach, viel verändert hat sich allerdings bislang nicht. Derzeit agieren Ärzte und Pfleger (m/w/d) in den Krankenhäusern und in den Pflegeeinrichtungen in Deutschlang wieder nahe am Limit. Bis zu 30 Prozent der Beschäftigten fallen aus, weil sie sich durch Corona in häusliche Isolation begeben müssen, um ihre Patienten nicht anzustecken. Dadurch müssen so manche „planbare“ Operationen erneut verschoben werden. Für die Betroffenen eine sehr bittere Pille.

Für den Herbst, wenn Grippe und Corona witterungsbedingt wieder fröhliche Urständ feiern können, sieht es also nicht gerade rosig aus. Das gilt nicht allein für einen eventuell anstehenden Krankenhausaufenthalt, es bedeutet auch nichts Gutes für die normale Konsultation des Hausarztes. Gerade im ländlichen Bereich ist die Versorgung schon jetzt äußerst angespannt, Besserung ist nicht in Sicht. Geld allein kann gewiss nicht alle Probleme auf dem Gesundheitssektor lösen. Dass sich aber bislang so wenig in diesem Bereich tut, das ist nicht mehr nachvollziehbar. Die Bundesrepublik Deutschland öffnet für viele internationale Anliegen bereitwillig die Geldbörse, aber für die Gesundheitsversorgung der hiesigen Bevölkerung gibt es keine wirklich hilfreichen Pläne, geschweige denn werden dafür die nötigen Finanzmittel bereit gestellt.

Mag sein, dass die Struktur des Gesundheitswesens komplex ist. Krankenhäuser sind häufig in kommunaler Trägerschaft, die Landesregierung fördert mit Zuschüssen, was die Krankenkassen angeht, hat der Bund die Aufsicht über deren Geschäftsgebaren. Und was die hausärztliche Versorgung angeht, redet die kassenärztliche Vereinigung stets ein gewichtiges Wörtchen mit. Ob der Kranke bei all diesen Verwaltungsakten immer im Mittelpunkt steht, kann mit Fug und Recht stark bezweifelt werden.

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Liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie sich trotz allem nicht übermäßig verunsichern: Auch vom Feinstaub, noch vor einigen Monaten als lebensbedrohlich in den Schlagzeilen skizziert, redet heute kaum noch jemand. Nachrichten und Kommentare sollen zur Meinungsbildung anregen, die absolute Wahrheit sind sie indes nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsame Sommer- und Urlaubszeit und freue mich darauf, Sie Ende September wieder zu meinen Lesern zählen zu dürfen.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (71) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere und nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von vier Büchern ist der gelernte Redakteur bis heute in Biebergemünd als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er seit langem den Rücken gekehrt. Seine enge Verbundenheit zu den lokalen Ereignissen hat er dabei auch im „Unruhestand“ nicht verloren.


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