Die zwei Heimspiele der Schönecker Volleyball-Damen am 26.01.2013 waren eine Werbung für den Volleyballsport.
Die zwei Heimspiele der Schönecker Volleyball-Damen am 26.01.2013 waren eine Werbung für den Volleyballsport.
Volleyball erfordert nicht nur Schnellkraft, sondern auch Ausdauer. In der Summe der Spielzeiten beider Spiele (über vier Stunden) hätte man auch ein Marathon bestreiten können.
Draußen herrschten winterliche Temperaturen und in der Nidderhalle manchmal Rutschgefahr aufgrund des glatten Bodens. So startete der erste Heimspieltag der Damenmannschaft des Volleyballclub Schöneck (VCS) am letzten Samstag. Es sollte einer der längsten Spieltage in der Geschichte des VCS werden. Das erste Spiel startete um 15.00 Uhr gegen den VC Biebergemünd (VBC), aktuell der Fünfte der Tabelle. Bereits der erste Satz ließ erkennen, dass dieses Spiel wohl länger dauern würde. Nach 24 Minuten ging der erste Satz mit 25:23 Punkten an den VCS. Die nächsten beiden Sätze mussten zum Ärger des Trainers Klaus Diel und der VCS-Spielerinnen jeweils äußert knapp an den VBC abgegeben werden. Zu viele Eigenfehler und das „notorische Loch“ in der kurzen Abwehr hinter dem eigenen Block machten diese Niederlage aus.
Des Weiteren gab es einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen und Psychospielchen des Gegners, die an der Konzentration der VBC-Spielerinnen nagten. Nachdem der Trainer vor dem vierten Satz seine Mannschaft zur „Alles oder Nichts-Hingabe“ aufrief, kehrte wieder Ruhe ein und somit ging der Satz klar mit 25:18 Punkten an den VCS. Nun also - nach mehr als zwei Stunden Spielzeit - der entscheidende Tiebreak-Satz. Schnell lag der VCS zurück, konnte aber auf 12:12 ausgleichen. Jetzt bloß keine Fehler mehr! Aber….mit einem gegnerischen Lob zerplatzten die Siegträume des VCS und das Spiel ging mit 3:2 Sätzen und gleicher Punktzahl (106:106) an den Gast aus Biebergemünd.
Weiter ging es, Uhrzeit zum Spielbeginn des 2. Spiel des Tages gegen den TV Steinfurth, bereits 18.15 Uhr. Mit neuem Schwung in das Spiel starten und die unglückliche Niederlage abhaken, so die Devise des VCS. Auch hier war der erste Satz mehr als knapp und dauerte 30 Minuten. Mit 26:24 Punkten ging er an den VCS. Die nächsten beiden Sätze verlor der VCS erneut. Sollte dieser Heimspieltag komplett erfolglos für den VCS zu Ende gehen? Jetzt war Leidenschaft gefragt. Der Trainer gab genaueste Anweisungen und so konnten die Spielerinnen den vierten Satz nach zähem Kampf für sich entscheiden. Im alles entscheidenden Tiebreak, die Uhr zeigte bereist 20.23 Uhr, hatten die Spielerinnen des VCS den „richtigen Schalter“ gefunden und das Spiel mit einer Aufgabenserie und intelligentem Angriffsspiel mit 15:6 Punkten(!) erfolgreich für sich entschieden. Die Freude und die Erleichterung über diesen verdienten Sieg sah man allen Spielerinnen an. Ein langer und abwechslungsreicher Tag mit grandiosen Spielzügen, aber auch mit Leichtsinnsfehlern ging mit einer (fast) spontanen Gesangs- und Tanzeinlage zu „An Tagen wie dieser“ zu Ende.
Es spielten: Katha Keim, Sabine Diel, Andrea Hamke, Carmen Gonzalez, Christine Riehl, Ute Schuchmann-Würl, Conny Oberländer-Schneider, Svenja Koch, Christiane Kleinschmidt, Karin Kannowski.
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