TG Neuenhaßlau: Meister, Meister, Meister!

Volleyball

Am Samstag gelang es der 1. Damenmannschaft der TG Neuenhaßlau, sich in der Kreisliga Friedberg/Hanau die Meisterschaft zu sichern.

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Vor dem Spieltag war klar: wenn das TGN-Team  erwartungsgemäß gegen den TV Roßdorf gewinnen sollte, wird tatsächlich das entscheidende Duell im allerletzten Spiel des letzten Spieltages vor heimischer Kulisse gegen die TG Hanau II ausgetragen, die ebenso wie die TGN eine überaus erfolgreiche Saison gespielt hatte. Die Ausgangslage war somit an Dramatik nicht zu überbieten. Das lockte auch entsprechend viele Zuschauer in die Halle, die die Spiele mit großer Spannung erwarteten und gerne ihr Team lautstark unterstützen wollten. Die Stimmung war fantastisch!

Doch zuerst musste man sich den Gegnern aus Roßdorf stellen. Der Coach machte klar, dass es sich hierbei um die „Pflicht“ und beim zweiten Spiel um die „Kür“ handeln würde, aber man sich auch im ersten Part keine Patzer erlauben durfte. Jeder Satzverlust, jeder Ballverlust gegen Roßdorf könnte – falls es zu einem Punkteremis mit der TG Hanau kommen sollte - in der Endabrechnung über den Titel entscheiden. Die TGN-Spielerinnen fokussierten sich somit komplett auf diese Begegnung und machten gleich von Beginn an mit aller Entschiedenheit klar, dass sie unbedingt gewinnen wollten. So legte gleich die Spielerin Franzi Simon eine Angabenserie von 12 Punkten hin, kurz darauf gefolgt von Sandra Hoehl, die ebenfalls 9 Punkte mit ihren platzierten Angaben holte, so dass das TGN-Team ungefährdet den ersten Satz mit 25:6 beendete. Der zweite Satz ähnelte sowohl im Spielverlauf als auch im Satzergebnis (25:8) dem ersten Durchgang. Lediglich im letzten Satz erlaubten sich die Neuenhaßlauerinnen mit einer höheren Eigenfehlerquote ein etwas knapperes Ergebnis mit 25:17, aber letztendlich war der verdiente Sieg zu keiner Sekunde gefährdet, da auch Roßdorf nicht wirklich etwas entgegen zu setzen hatte.

Nachdem die TGN-Damen erfolgreich die Pflicht absolviert hatten, ging es nun an die Kür. Bei dem Duell gegen Hanau ging es um alles oder nichts. Wie eng hier alles beiander lag, war den beiden Mannschaften von vornherein klar: die TG Neuenhaßlau hätte sich aufgrund des etwas besseren Satzverhältnisses zwar eine knappe Niederlage von 2:3 leisten dürfen, allerdings wäre bei einem 1:3 oder 0:3 die Meisterschaft hinüber gewesen. Aber auf Hasselröther Seite wollte man sich auf diese Rechenspiele erst gar nicht einlassen, sondern lieber mit einem Sieg für klare Verhältnisse sorgen. Sehr engagiert begann man den ersten Satz, den man auch dank konzentrierter Spielweise deutlich mit 25:16 für sich entscheiden konnte. Hanau kam nicht gut ins Spiel und überließ Neuenhaßlau die alleinige Spielgestaltung. Was nach dem ersten überraschend hohen Satzgewinn fast schon wie eine klare Sache für die TGN aussah, erwies sie als Bumerang im zweiten Satz. Hier erlebte das Neuenhaßlauer Team einen für alle Beteiligten unerklärlichen kompletten Einbruch, frei nach dem Motto: „Rien ne va plus“. Völlig konsterniert und hilflos wurde man von der immer stärker aufspielenden Hanauer Mannschaft mit 8:25 abgefertigt. Das ließ für den weiteren Spielverlauf Schlimmes vermuten...

Diese TGN-Mannschaft hat aber gerade in dieser Saison mental sehr an Reife gewonnen, so dass die Spielerinnen im Kopf einen Haken an diesen desaströsen Satz machten und nun wieder mitspielen wollten. Der dritte Satz gestaltete sich nun wieder ausgeglichen und alle in der Halle verfolgten voller Spannung den offenen Schlagabtausch. Aber auch diese Runde ging – wenn auch knapp – an die TG Hanau (22:25). Nun war das passiert, was man eigentlich vermeiden wollte: die Hanauerinnen brauchten nur noch den nächsten Satz gewinnen und die TGN hätte mit leeren Händen da gestanden. Trotz dieser äußerst belastenden Situation bewiesen die Damen aus Neuenhaßlau eine schier unglaubliche Nervenstärke, in dem sie sich noch nach einem zwischenzeitlichen 10:10 durch sichere Angaben, einigen geschickten Angriffen und wertvollen Blockaktionen in den wichtigen Momenten des sukzessive vom Gegner absetzten. Schließlich gewann man den vierten Satz dann doch deutlich mit 25:16. Jetzt hätten die TGNlerinnen theoretisch die Griffel fallen lassen können, da die Meisterschaft gesichert war. Doch der Ehrgeiz war geweckt, die Saison möglichst ungeschlagen zu beenden. Und anscheinend hatten die Neuenhaßlauerinnen an diesem Tag alle auf ihrer Seite. Trotz eines 4:8 Rückstandes holten sie mit der lautstarken Unterstützung des heimischen Publikums auch noch diesen Satz und gewannen ihn mit 15:10, so dass man ohne eine einzige Niederlage die Saison beendete. Die Begeisterung in der Halle kannte keine Grenzen!

Mit diesem Sieg und dem Gewinn der Meisterschaft krönte die 1. Damenmannschaft der TGN ihre hervorragende Saisonleistung und natürlich auch die Leistung ihres Trainers Jens Nimbler, der durch seine sehr gut auf die jeweiligen Gegner abgestimmten Trainingseinheiten offensichtlich alles richtig gemacht hat. Er blickt nun zuversichtlich zusammen mit dieser gut funktionierenden Mannschaft in die nächste Saison und freut sich auf die Begegnungen in der Bezirksliga.

Für die Meistermannschaft spielten: Sandra Hoehl, Stephi Machtanz, Sina Müller, Vanessa Schönstein, Joana Schröder, Julia Semmel, Katja Siedler, Franzi Simon, Sarah Würl.

Meistertrainer: Jens Nimbler; Spielbetreuer/Coach: Sabine Raudies.


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