Am Samstag traf die erste Damenmannschaft der VGG Gelnhausen in den Spitzenspielen der Landesliga Nord auf die starken Frauen des VfL Blau-Gelb Marburg sowie die Tabellenführerinnen aus Homberg/Efze.
In beiden Spielen konnten die Gelnhäuser Frauen Erfolge nach Hause bringen und so erneut die Tabellenführung übernehmen.
Im ersten Spiel der Rückrunde gewannen die Barbarossastädterinnen mit 3:1 (25:16, 25:22, 21:25, 25:11) gegen die Oberhessinnen. „Da wir das Hinspiel mit 3:0 gewonnen hatten, uns der Sieg jedoch am grünen Tisch aberkannt wurde, war unser Ziel klar die Wiederholung des Sieges auf dem Feld“, so Sprecherin Gitte Jakob-Ossinger. „Die Weihnachtsferien haben uns nicht unbedingt gestärkt, denn wir haben eine Spielerin mit einer schweren Verletzung und eine weitere mit Bänderüberdehnung im Training zu beklagen.“ Dennoch starteten die Frauen von Trainerin Lilli Sokolowski stark ins Spiel und konnten mit einem druckvollen Spiel und einem aktiven Blockspiel die Marburger unter Druck setzen. Der zweite Satz gestaltete sich jedoch bis zum Schluss sehr eng - jeder Punkt wurde hart umkämpft. Unterstützt wurde die sehr präzise Abwehrleistung nicht nur durch die Libera Kerith Pilgrim, sondern auch durch die Einwechslung Sina Oetterers, einer Spielerin der dritten Frauenmannschaft der VGG, die jedoch in der letzten Saison noch in der Landesliga gespielt hatte. Die Gäste spielten im dritten Satz kämpferisch weiter und wechselten sehr erfahrene Spielerinnen ein, um ihre Variabilität im Angriff zu verbessern, was neben Eigenfehlern der VGG auch zum Satzgewinn für die Blau-Gelben führte. Sokolowski reagierte umgehend und wechselte im Angriff aus, sodass der Gelnhäuser Block noch mehr Angriffe abwehrte und die Gäste daran verzweifelten. „Wir haben das Spiel in den gewonnenen Sätzen aktiv gestaltet und dadurch den wichtigen Sieg klargemacht“, so das Fazit der Trainerin der VGG.
Im zweiten Spiel traten die Herbstmeisterinnen aus Homberg / Efze gegen die Zweitplazierten an und es war allen klar, dass es ein hart umkämpftes Spiel werden würde. Doch auch hier konnten die Gelnhäuser Frauen ein 3:1 (25:16, 17:25, 25:17, 25:19) erringen. Die volle Tribüne sollte ein packendes, hochklassiges Spiel erleben, dem es weder an Einsatz der Spielerinnen noch an Qualität der Ballwechsel mangelte. Trainerin Sokolowski wartete mit einer taktischen Finesse auf. So wurde als Libera in diesem Spiel Sina Oetterer eingesetzt, welche durch ihre Flexibilität und Präzision die Homberger Damen zur Verzweiflung bringen sollte. Die eigentliche Libera Kerith Pilgrim konnte krankheitsbedingt noch als Verstärkung in der Abwehr zusätzlich über einen Wechsel eingesetzt werden.
Auch in diesem Spiel begannen die Frauen aus Gelnhausen stark und konnten das Spiel aktiv und druckvoll gestalten. Die Devise der Trainerin lautete, die Homberger Zuspielerin am Zuspiel zu hindern, was ihres Erachtens über Sieg und Niederlage entscheiden würde. Nach dem doch recht klaren Ausgang des ersten Satzes verloren die Barbarossastädterinnen an Konzentration und verschliefen folgenreich des zweiten Satz. Im folgenden Satz gewannen die Frauen ihre Sicherheit wieder zurück bis die Mittelblockerin Tamara Brandner beim Stand von 22:14 sich nach einer Blockaktion verletzte. Die erzwungene Auswechslung führte zu einer sehr kurzfristigen taktischen Umstellung innerhalb der Mannschaft. „Wir mussten das Spiel verändern, um auf den weiteren Ausfall zu reagieren und hatten Glück, zum einen so viele Punkte gemacht und zum anderen einen so großen Vorsprung bereits herausgespielt zu haben“, so die eingewechselte Shirley Freund. „Aber der Wille, das Ding für Tami zu gewinnen, war unumstößlich.“ Der vierte Satz ging dann an die Substanz – physisch, aber auch psychisch. Die Atmosphäre in der Halle war prickelnd und beide Mannschaften lieferten sich stark umkämpfte Ballwechsel. Für die VGG war psychologisch alles klar, als der Homberger Trainer bei einem Stand von 6:3 die Zuspielerin auswechselte, sodass die Gelnhäuserinnen noch einmal den Druck erhöhen konnten und den Sack zumachten. „Ich bin überglücklich. Das war mein Saisonziel – Homberg besiegen“, so Gitte Jakob-Ossinger. „Heute haben wir nicht nur spielerische Qualität bewiesen, sondern uns ebenfalls nervenstark präsentiert. So kann’s weitergehen!“
Es spielten für die VGG: Brandner, Freund, Hensel, Jakob-Ossinger, Oetterer, Pezer, Pilgrim, Timpe, Völker, Walter.
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