Hat FIFA das Potenzial zum eSport-Klassiker?

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Der eSport ist derzeit in aller Munde. Kassenschlager wie Counter Strike, Call of Duty, DOTA2 oder League of Legends gehörten zu den beliebtesten Titeln, wenn es um eSport-Videospiele geht. Aber auch die Fußballsimulation FIFA wird immer häufiger in organisierten Strukturen und Verbänden gespielt. Sogar echte Fußballprofis sind hier immer häufiger mit von der Partie. Wir stellen den eSport-Boom genauer vor und schauen, wie sich das organisierte FIFA-Spielen entwickelt hat.

Die eSport-Branche boomt

Im Vergleich zu „echten“ Sportarten ist der elektronische Sport noch relativ jung. Erstmals ist der Begriff Ende der 1990er Jahre aufgekommen. Im Grunde genommen können Lanparties und Crossover-Connections mit dem PC als Vorläufer des organisierten eSports bezeichnet werden. Spiele wie Counter Strike oder Call of Duty wurden schon damals gespielt und gehören auch heute noch zu beliebtesten Games im eSport. Mit dem Durchbruch des Internets und der weltweiten Vernetzung wurde der eSport dann auf ein neues Level gehoben. Wer gegeneinander spielen wollte, musste nicht mehr in einem Raum sitzen, sondern konnte nun von überall gegen Menschen aus aller Welt antreten.

Verbände und Strukturen organisieren sich

Einher mit der Globalisierung des eSports haben sich auch die ersten organisierten Strukturen und Verbände herausgebildet. Mittlerweile gibt es sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene offizielle Strukturen und Verbände. In Deutschland gibt es beispielsweise den Deutschen eSport-Bund (ESB), der als Dachverband für die deutschen eSport-Aktivitäten dient. Auf internationaler Ebene existiert neben der International eSport Federation auch das eSports Global Network, welches mit der Electronic Sports League zusammenarbeitet. Die ESL gehört zu den wichtigsten Veranstaltern von eSport-Events.

FIFA auf dem Vormarsch

Gleiches gilt auch für die Fußballsimulation FIFA. Während die Videospielreihe schon lange zu den erfolgreichsten Videospielserien überhaupt gehört, sind in den vergangenen Jahren auch auf professioneller Ebene immer mehr Strukturen entstanden. Neben klassischen eSport-Clans sind mittlerweile auch viele „echte“ Bundesligisten mit von der Partie. Der FC Schalke beispielsweise führt eine der erfolgreichsten eSport-Abteilungen in Deutschlands. Aber auch der VfL Wolfsburg oder RB Leipzig haben ein Digital-Quad. Vor allem letztere werden von Experten und Anbietern von Sportwetten wie Betway meist als Favorit auf die „realen“ Wettkämpfe gelistet. Im eSport müssen sich die Roten Bullen erst noch weiter unter Beweis stellen und sich so etablieren.

Virtual Bundesliga ein voller Erfolg

Das Pendant zur ersten Bundesliga ist im eSport in Deutschland die Virtual Bundesliga, welche seit der Saison 2012/13 ausgetragen wird. Die VBL kann in vier Sektoren unterteilt werden. Die VBL Open sind ein In-Game-Modus bei FIFA, bei dem sich die besten 18 Spieler mit einem Team ihrer Wahl für die VBL Playoffs qualifizieren können. Seit der Saison 2018/19 spielen zudem 22 Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga den VBL Club Champion untereinander aus. Die besten Spieler ihrer jeweiligen Teams ziehen direkt ins VBL Grand Final ein, während die niedriger platzierten in den VBL Playoffs gegen qualifizierte Spieler der VBL Open um die Startplätze für das Grand Final spielen. Die ersten beiden Ausgaben der Club Championship konnte sich Werder Bremen sichern.

 

eSport auch auf regionaler Ebene immer beliebter

Doch nicht nur auf Bundes- und internationaler Ebene boomt der eSports, auch bei uns im Kreis werden immer mehr Veranstaltungen organisiert. Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen richtet am 1. Mai beispielsweise das ein FIFA20-Turnier in der Region aus. Gespielt wird auf der PlayStation4 mit der FIFA20-Ausgabe im One-on-One-Modus. Und auch bereits vor einigen Jahren haben Ortsvereine wie beispielsweise die Feuerwehr Neuenhasslau kleine FIFA-Turniere ausgerichtet. Während damals noch vor Ort an der Konsole gezockt wurde, sind dank Internet und Online-Gaming ganz andere Möglichkeiten für das gemeinsame FIFA-spielen gegeben.

Was für FIFA gilt, gilt natürlich auch für andere Sportsimulationen. In dem Basketballspiel NBA2k werden ebenfalls regelmäßig Wettkämpfe ausgetragen. Auch wenn Spiele wie League of Legends, Counter Strike oder DOTA2 immer noch zu den Kassenschlagern im eSport gehören, ist FIFA vor allem für Fußballfans immer noch das Spiel schlechthin. Keine Überraschung also, dass auch die Übertragungen der Virtual Bundesliga auf ProSiebenMaxx zahlreiche Zuschauer vor die Bildschirme lockt.

Gerade die aktuellen Zeiten zeigen uns, dass der elektronische Sport eine tolle Alternative zu den traditionellen Sportarten wie Fußball, Basketball oder Formel 1 sein können. Und das wird mit Sicherheit auch in der Zukunft noch vermehrt so sein. Schließlich interessieren sich immer mehr Menschen - egal, ob Profis oder Spieler auf regionaler Ebene, für den eSport.

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